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Toto Wolff: Einstieg bei Williams

„Bin mit dem Virus Motorsport infiziert“

Der Österreicher Toto Wolff steigt beim Traditionsrennstall Williams ein - motorline.cc bringt seine ersten Statements zum F1-Einstieg.

Michael Noir Trawniczek

Mit einer Presseaussendung hat das Williams Formel 1-Team den Sensationsdeal bestätigt: „Frank Williams und Patrick Head geben bekannt, dass sie Minderheitsanteile an Williams Grand Prix Engineering Limited (Williams F1) an eine vom Österreicher Toto Wolff geleitete Investmentfirma verkauft haben. Herr Wolff gehört nun auch zum Vorstand des Unternehmens.“

Wolff begründet seine Entscheidung für den Traditionsrennstall mit den Worten: „Williams ist eines der Top Teams in der Formel 1. Frank und sein Team sind seit jeher integraler Bestandteil der Königsklasse. Es ist ein absolutes Privileg für mich, die Gelegenheit bekommen zu haben, mich bei diesem Team zu beteiligen.“

Der 37-jährige Wiener hat bereits in das DTM-Team HWA investiert und ist bekanntlich auch beim BRR-Team von Raimund Baumschlager an Bord – jetzt ist Wolff als Williams-Teilhaber auch in der „Königsklasse“ vertreten. Warum er ausgerechnet in einer Zeit, in der viele Hersteller aussteigen, in der Formel 1 aktiv wurde, kann Wolff begründen: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Formel 1 haben sich geändert. Durch das Ressource Restrictions Agreement wurden die Ausgaben drastisch reduziert. Gleichzeitig steigen die Einnahmen für die Teams aus den kommerziellen Rechten nach dem neuen Concorde Agreement. Genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt ein Investment an einem Topp Team einzugehen – welches Teil des Einnahmentopfes von Ecclestone ist.“

Toto Wolff konnte auch als Rennfahrer Erfolge feiern, auch als Aktiver zeigte er sich bislang vielseitig: Er wurde beispielsweise 2006 Vizemeister in der Rallye-ÖM und feierte 1994 einen Klassensieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring, auf dem er heuer im Frühjahr den alten Rekord von Niki Lauda brechen wollte, dabei jedoch wegen eines Reifenschadens einen schweren Unfall fabrizierte.

Wolff erklärt seine Beweggründe für seine Motorsport-Investitionen: „Ich bin seit 20 Jahren mit dem Virus Motorsport infiziert. Ich bin aktiv engagiert – soweit es mein Beruf zulässt. Und ich bin wirtschaftlich im Rennsport aktiv. Sei es mit der HWA, die in der DTM engagiert ist, sei es mit BRR und Raimund Baumschlager in der Rallye-Weltmeisterschaft - nun eben auch in der Formel 1 mit Frank Williams.“

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