MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Können Grauzonen ausgeräumt werden?

FIA-Präsident Jean Todt will erreichen, dass alle Formel-1-Regeln klar und eindeutig formuliert werden, doch er glaubt selbst nicht, dass das überall gelingt.

Die Formel 1 hat zwar ein feststehendes Reglement, doch es gibt immer wieder Grauzonen, die die Teams zu nutzen verstehen. Manchmal stellt sich aber auch die Frage, ob ein Fahrer mit einer Aktion gegen das Reglement verstoßen hat oder nicht, weil die betreffende Regel nicht zu einhundert Prozent klar ist. Ein solcher Fall war Michael Schumachers Überholmanöver vor der Zielline in Monaco. Schumacher kassierte eine Zeitstrafe und wurde auf Platz zwölf zurückversetzt.

Mercedes ging davon aus, dass das Rennen wieder freigegeben war, die Rennkommissare sahen das anders. Doch auch die FIA hatte bemerkt, dass die Regelungen nicht ohne Widerspruch sind. In einem Schreiben an das Team entschuldigte man sich quasi für dieses Durcheinander. Mercedes verzichtete aber auf einen Einspruch.

FIA-Präsident Jean Todt will nun dafür sorgen, dass solche Unklarheiten aus dem Reglement verschwinden. In die angesprochene Causa hat er sich nicht direkt eingemischt, gegenüber auto, motor und sport sagt er dazu: "Das ist Sache der Sportkommissare und nicht des FIA-Präsidenten. Bei Durchsicht der Fakten habe ich aber festgestellt, dass die Regeln in diesem Punkt nicht hundertprozentig klar sind. Deshalb habe ich unseren Rennleiter Charlie Whiting gebeten, beim nächsten Rennen eine Klärung der Regel zu beantragen."

Diese Regel war aber nur eine von vielen, die unterschiedliche Interpretationen zulassen. Gerade im Technikbereich gibt es immer wieder Schlupflöcher. Es sei der Plan, all diese Grauzonen auszuräumen, betont Todt. Doch er weiß selbst, dass das für die FIA eine enorm schwierige Aufgabe wird: "Sie dürfen nicht vergessen, dass wir mit einer beschränkten Anzahl von Leuten einem Heer von sehr gescheiten Personen auf der Seite der Teams gegenüberstehen, die nichts anderes zu tun haben, als die Regeln bis an die Grenzen auszuloten."

Deshalb befürchtet er: "Wahrscheinlich werden wir es nie schaffen, dass jeder Paragraf zweifelsfrei interpretiert werden kann."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

F1 vor Rückkehr nach Afrika

Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Die Anzeichen dafür, dass die Formel 1 2030 einen Grand Prix in Ruanda austragen wird, verdichten sich - WurzDesign plant Rennstrecke in der Nähe von Kigali

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik