MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Fahrergewerkschaft fordert mehr Mitspracherecht

GPDA-Direktor Rubens Barrichello wünscht sich, dass die Fahrer künftig stärker in wichtige Entscheidungen eingebunden werden.

Auch wenn rein sportlich alles glatt gelaufen ist, war der Grand Prix von Südkorea organisatorisch betrachtet ein heilloses Chaos. Davon betroffen waren letztendlich auch die Fahrer, die sich über die Randsteine in den Kurven 16 und 18 sowie vor allem über die gefährliche Boxeneinfahrt beschwerten.

Zwar wurde zwischen Freitag und Samstag beschlossen, dass die weiße Linie bei der Boxeneinfahrt ignoriert werden darf, um die Gefahr einer Kollision wegen eines zu hohen Geschwindigkeitsunterschieds zu vermeiden, doch für nächstes Jahr muss die Passage komplett umgebaut werden. Die zur Grand Prix Drivers Association (GPDA) zusammengeschlossenen Fahrer glauben, dass das zu verhindern gewesen wäre, und wünschen sich künftig mehr Mitsprache.

"Wir wollen einen interaktiven Weg finden, um mit der FIA zu kommunizieren", erklärt GPDA-Direktor Rubens Barrichello. "Die Fahrer sollten in vielen Bereichen mehr eingebunden werden: Entwicklung der Autos, Regeländerungen. Wir sollten Mitspracherecht haben oder zumindest angehört werden. Ob wir abstimmen dürfen oder nicht, ist ein anderes Thema, aber manchmal ist allen 24 Fahrern klar, dass etwas nicht funktionieren wird, also warum fragt man uns nicht?"

Im konkreten Fall von Südkorea habe man den Fahrern zwar die Pläne der Strecke in Yeongam gezeigt, aber da sei das Layout schon fertig gewesen. "Jetzt ändern sie es halt für nächstes Jahr, auch mit unserem Input", so Barrichello. "Wir wollen aber erreichen, dass wir in Zukunft schon vorher gefragt werden, wenn eine neue Strecke kommt." Zum Beispiel in Indien (2011), den USA (2012) oder Russland (2014).

Die GPDA will keinen Streit – "Aber wir wollen ein bisschen mehr Mitspracherecht", stellt der 38jährige Williams-Pilot, der den Posten als Chef der Fahrergewerkschaft dieses Jahr von Nick Heidfeld übernommen hat, klar. Um diesbezüglich einen Dialog in Gang zu setzen, traf er sich – begleitet von seinem Landsmann Felipe Massa und Sebastian Vettel – am Samstagabend mit FIA-Präsident Jean Todt, der früher bei Ferrari sein Teamchef war.

"Es war okay", berichtet Barrichello von der Sitzung an der Strecke in Yeongam. "Wir haben drei oder vier Dinge besprochen und er war sehr offen. Wir wollen ja nur, dass die GPDA mehr an der Zukunft des Sports mitwirken kann. Wann immer ein neuer Flügel oder ein neues Auto oder eine neue Strecke entwickelt wird, sollten wir Mitspracherecht haben. Aber es ist gut gelaufen und er machte einen sehr empfänglichen Eindruck auf mich."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Trotz Gerüchten um einen vorzeitigen Abgang von Red Bull wird Gianpiero Lambiase auch 2026 an Bord sein und Renningenieur von Max Verstappen bleiben