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Formel 1: News

Sutil? Senna? Oder bleibt Barrichello?

Wer fährt 2012 neben Pastor Maldonado im Williams-Renault? Adrian Sutil gilt als heißer Kandidat, doch auch Bruno Senna verhandelt, Barrichello will bleiben…

Adrian Sutil hat einen ernstzunehmenden Konkurrenten im Kampf um das Williams-Cockpit dazu bekommen: Bruno Senna. Anfang dieser Woche wurde der 28-Jährige in Grove gesichtet.

Laut Globo Esporte wurde er dort bereits "physischen Tests unterzogen und führte Gespräche mit den Ingenieuren." Im Bericht heißt es auch, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen.

Nun gibt Senna auch selbst zu, dass er mit Williams verhandelt. "Wir sind mit ihnen in Kontakt, aber auch mit einigen anderen Teams. Derzeit ist nichts fix", relativiert er gegenüber GPUpdate die Spekulationen.

"Natürlich arbeite ich hart und suche die bestmögliche Option. Es steht immer noch viel Arbeit vor uns, aber hoffentlich bekomme ich ein gutes Cockpit."

Senna debütierte 2010 beim Hinterbänkler-Team HRT und konnte dort nur bedingt überzeugen - gegen Teamkollegen Christian Klien hatte er meist das Nachsehen.

2011 wechselte er als Ersatzmann zu Renault, wo er schließlich ab dem Belgien-Grand-Prix Nick Heidfeld ersetzte.

Der Deutsche hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Punkte als Teamkollege Witali Petrow auf dem Konto, Teamchef Eric Boullier hinterfragte aber seine Fähigkeiten als Teamleader.

Dass auch Senna kein Teamleader ist, liegt angesichts seiner mangelenden Erfahrung auf der Hand. Doch der Mann aus Sao Paulo hat vor allem ein anderes Argument: Sponsorengelder.

Ein Faktor, der ihm auch in den Verhandlungen mit Williams zu Gute kommt. Sutil gilt nach der tollen Saison 2011 zwar als der bessere Fahrer, kann aber mit seinen Medion-Sponsorgeldern nicht mit seinem Konkurrenten mithalten. Auch Rubens Barrichello dürfte noch nicht komplett aus dem Rennen sein.

Es ist zu hinterfragen, ob Williams mit einer Fahrerpaarung aus Pastor Maldonado und Senna glücklich wird, zumal beide kaum Erfahrung besitzen. Nach der bitteren Saison 2011 ist das Team aber auf einen routinierten Mann angewiesen, der die Richtung vorgibt.

Zudem waren Sennas Leistungen bei Renault durchwachsen: Teilweise hatte er im Qualifying Lichtblicke, doch in den Rennen schlichen sich immer wieder Fahrfehler ein.

Auch der Nachname könnte für die Beziehung zwischen dem 28-Jährigen und dem Traditions-Rennstall eine Belastung sein, schließlich starb sein Onkel 1994 in Imola in einem Williams-Boliden.

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