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Scheckter: Seiner Zeit voraus

Ex-Champion Jody Scheckter baute nach der Formel-1-Karriere eine Bio-Farm auf und hat über diese zurück in den Spitzensport gefunden.

Als Jody Scheckter 1979 mit Ferrari den WM-Titel holte, dachte niemand daran, dass dieses Kunststück in den kommenden 30 Jahren mit Michael Schumacher und Kimi Räikkönen nur zwei weiteren Rennfahrern gelingen würde. Doch anstatt nach dem großen Triumph die Formel 1 weiter zu dominieren, ging das Unternehmen Titelverteidigung für den Südafrikaner 1980 wegen des nicht konkurrenzfähigen Ferrari völlig daneben, und der damals 30jährige trat mit nur zwei WM-Punkten zurück.

Hatte die schwache Saison dem Weltmeister die Motivation geraubt? Scheckter erklärt gegenüber CCTV, dass es sich um eine Entscheidung der Vernunft handelte: "Ein bis zwei Fahrer wurden damals pro Jahr getötet. Ich hatte erreicht, was ich erreichen wollte. Die wahre Magie war für mich damals verflogen. Ich habe viele tödliche Unfälle miterlebt, und viele Leute kümmerten sich wenig um die Sicherheit der Fahrer. Und daher wollte sich aussteigen."

Vom Militärsimulator zur Bio-Farm

Nach der Formel-1-Karriere ging Scheckter einen für einen Rennfahrer unkonventionellen Weg: Zunächst gründete er in Südafrika die Firma FATS (Fire Arm Training System), eine Art Simulator für Scharfschützen, die zu einer Goldgrube wurde – nur vier Jahre später verkaufte er das Unternehmen um 100 Millionen US-Dollar.

Doch Scheckter blieb nicht in der Militärindustrie, sondern wechselte ein weiteres Mal radikal die Fronten: In den 90er Jahren ging er nach Großbritannien und baute mit dem Geld eine Farm zur Selbstversorgung auf. Mit den organischen und biodynamischen Produkten war der Ex-Rennfahrer seiner Zeit voraus.

Noch heute ist Scheckter beteiligt, und er gibt zu, dass ihn das Projekt nach wie vor in Atem hält: "Das war ein enorme Herausforderung, das alles zum Laufen zu bringen. Es hat Spaß gemacht, auf der ganzen Welt zu forschen, wie man den besten Mozzarella oder das beste Eis herstellt, aber es war sehr hart, das finanziell rentabel zu machen. Daran arbeiten wir immer noch."

Spätes Comeback in der Sportwelt

Nun schließt sich für den Mann aus East London der Kreis, und er arbeitet wieder mit Athleten im Spitzensport zusammen, wo seiner Meinung nach auch in Sachen Ernährung ein Umdenken stattfindet: "Sachen, von denen man glaubte, dass sie gut für einen sind, sind nicht gut für einen. Nahrungsergänzungsmittel waren einmal eine große Nummer, aber heute will sich jeder einfach gut ernähren."

Und auch ins Formel-1-Cockpit ist Scheckter nach vielen Jahren zurückgekehrt, als er die Boliden von RB Racing und Mercedes ausprobieren durfte. "Ich hätte mir anfangs nicht gedacht, dass ich es genießen würde, dachte, dass ich nach drei Runden müde werden und mein Nacken schmerzen würde, aber ich habe es geliebt", zeigt er sich überrascht.

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