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Formel 1: News

Red Bull und Lotus auf dem falschen Weg?

Nach Caterham und Williams drohen nun auch bei Red Bull und Lotus genauere Blicke der FIA: Sind die Renault-Motorenkennfelder illegal?

Auch 2013 liegt ein großer Schlüssel zu besserer Performance in der optimalen Nutzung der Abgase. Alle Teams sind auf der Suche nach der optimalen Konfiguration des Coanda-Auspuffs, der dem Wagen am Heck durch eine präzise Leitung des Abgasstroms mehr Abtrieb verleihen soll. Die Lösungen von Williams und Caterham, die jeweils einen Steg über den Abgaskanal gebaut haben, sind bereits im Fokus der Regelhüter. Nun könnte auch Red Bull und Lotus Ungemach drohen.

Nach Informationen von 'auto motor und sport' hat Renault in Zusammenarbeit mit den Partnerteams ganz neue Mappings für die Triebwerke erarbeitet. Diese weichen offenbar deutlich von den Einstellungen des Vorjahres ab, wo man in Sachen Fortentwicklung der Kennfelder einen Riegel vorgeschoben hatte. Die Einstellungen durften sich seit August 2012 nur noch in einem gewissen Rahmen bewegen, die FIA legte Referenzwerte fest.

Die große Frage ist nun: Gelten die Referenzwerte von 2012 auch für die Saison 2013? Renault ist offenbar nicht dieser Ansicht. "Für uns geht es wieder von vorne los. Wir legen in Melbourne eine neue Referenz fest. Die Direktive bezog sich ausschließlich auf das letzte Jahr", wird Renault-Motorenchef Remi Taffin zitiert. Die Franzosen haben neue Mappings erarbeitet, sodass die Triebwerke im Schleppbetrieb einen konstanteren Abgasstrom erzeugen - der durch Abgase erzeugte Abtrieb also berechenbarer bleibt. Aus Sicht von Ferrari-Motorenchef Luca Marmorini gelten auch in diesem Jahr die Referenzwerte von 2012.

Diese Einschätzung wurde mittlerweile von der FIA bestätigt. Konsequenz: Die Renault-Teams müssen zurückrüsten. "Die Auspufflösung von Red Bull und Lotus ist im Schleppbetrieb des Motors kritisch, weil da der Auspuff weniger bläst und auch weniger zum Anpressdruck beitragen kann", erklärt Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Speziell diese beiden Teams seien daher auf die Wirkung des "Flaschenhalses" am Heck angewiesen. "Der Flaschenhals aber ist bei Red Bull und Lotus wegen der Rampe hinter den Endrohren weniger stark ausgeprägt", beschreibt der Brite den Nachteil.

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