MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

"Würde gerne zurück in den Motorsport"

Die Ex-Marussia-Pilotin setzt sich für Betroffene einer seltenen Krankheit ein und will mit der Hilfe Michele Moutons wieder hinters Lenkrad

Mehr als ein halbes Jahr nach ihrem schweren Unfall bei einer Testfahrt für Marussia und dem Verlust ihres rechten Auges scheint Maria de Villota mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Die Spanierin, die sich im November erneut zwei chirurgischen Eingriffen zur Rekonstruktion des Schädels unterziehen musste, scheint auch ihren Lebensmut wiedergefunden zu haben. "Ich war schon immer dankbar und optimistisch, das hat sich nicht geändert", erklärt sie im Gespräch mit &39;.

De Villota betont die erfreulichen Dinge ihres Daseins nach dem Crash in Großbritannien, als sie mit dem Formel-1-Fahrzeug unter die Laderampe eines Transport-Lkw fuhr: "Ich muss zugeben, dass ich mich trotz meines Zustandes zwischen Leben und Tod wieder gut fühle - etwas, das nach so einem heftigen Unfall nicht jeder behaupten kann." Die 32-Jährige konnte sich nach dem Schicksalsschlag auf ihre Familie verlassen, besonders Vater Emiliano kümmerte sich um die Belange seiner Tochter.

Das hat die Rennfahrerin nicht vergessen: "Von meinen Eltern habe ich gelernt, dass die Dinge ihren Preis haben und man für das, was man will, kämpfen muss." Und kämpfen tut de Villota allerdings nicht für sich, sondern für andere. Mit der Carolina-Ana-Diez-Mahou-Foundation macht sie auf die Belange von Menschen aufmerksam, die unter Mitochondriopathie, einer derzeit nicht heilbaren Erbkrankheit, leiden. Stein des Anstoßes war eine weitere Tragödie, die die de Villotas ereilte.

Die Madrilenin erinnert sich: "An dem Tag, an dem ich selbst das Krankenhaus verließ, starb der Sohn meiner Cousine im Alter von nur drei Jahren. Er litt an Mitochondriopathie." Trauern und Nichtstun war keine Option für de Villota, die kurzerhand den Kontakt zur Stiftung suchte. "Ich habe begonnen, mich um Patienten und ihre Angehörigen zu kümmern." Und es blieb nicht der einzige gute Zweck, für den sie sich einsetzt. "Ich bin hellhörig geworden, was Verkehrsunfälle betrifft."

In Vigo hat de Villota gemeinsam mit der Polizei und einem Krankenhaus dazu beigetragen, dass junge Menschen für die Gefahren auf den Straßen sensibilisiert werden. Zum Glück fehlt nur noch eine Rückkehr in den Motorsport: "Ich würde so gerne, aber im Moment ist das sehr schwierig", räumt de Villota ein. Sie deutet konkrete Pläne an, bleibt aber realistisch: "Als Vertreterin der Frauen im Motorsport zählt Michele Mouton für anstehende Projekte auf mich. Sicherlich hätte es ein anderes Ergebnis und ich wäre weniger effizient."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

Trotz Gerüchten um einen vorzeitigen Abgang von Red Bull wird Gianpiero Lambiase auch 2026 an Bord sein und Renningenieur von Max Verstappen bleiben

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz