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Formel 1: News

Ecclestone droht Berufungsverhandlung

Constantin Medien verlangt mehr Geld von Bernie Ecclestone, für die schon abgelösten Formel-1-Anteile und will in die zweite Instanz.

Bernie Ecclestone hat im Münchner Strafprozess eben versucht, sich mit einem 25-Millionen-Euro-Angebot an die Bayern-Landesbank freizukaufen.

Doch selbst wenn ihm das gelingt, heißt das noch lange nicht, dass seine Gerichtswehen damit ausgestanden sind. Am Mittwoch hat Bernhard Burgener - Chef von Constantin Medien - bei der Hauptversammlung in München bekanntgegeben, dass auch von Seiten des Medienkonzerns weiter Ungemach droht: Er fordert von Ecclestone mindestens 171 Millionen Dollar (umgerechnet 128 Millionen Euro) Schadenersatz.

Ecclestone hatte zwar den Zivilprozess im Januar dieses Jahres vor dem Londoner High Court gegen Constantin Medien gewonnen, doch der Medienkonzern ging in die Berufung. Man wirft Ecclestone vor, beim Verkauf der Formel-1-Anteile 2006 von der BayernLB an CVC Capital Partners dafür gesorgt zu haben, dass diese unter Wert den Besitzer wechseln.

Constantin Medien zählt zu den Vorbesitzern der Formel-1-Anteile. Hätte die BayernLB beim Verkauf der Anteile einen besseren Preis - also mehr als 1,1 Milliarden Dollar - erzielt, dann wäre das Medienunternehmen in den Genuss einer Prämie in Höhe von zehn Prozent des Kaufpreises gekommen. Die Anteile wechselten dann aber für "nur" 814 Millionen Dollar den Besitzer.

Voraussichtlich im Herbst wird laut Constantin Medien die Entscheidung fallen, ob es zu einer Berufungsverhandlung kommt. In erster Instanz hatte Ecclestone gewonnen, weil ihm nicht nachgewiesen werden konnte, die Anteile absichtlich unterbewertet zu haben. Dadurch entstand laut dem Gerichtsurteil für Constantin Medien kein Verlust.

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