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Formel 1: News

"Es gab Hardware-Probleme, die zu falschen Software-Codes geführt haben“

Der problemreiche erste Test mit Honda sorgte bei McLaren für viel Kopfzerbrechen - FIA-Crashtest schon jetzt bestanden.

Das große erste Outing in Abu Dhabi, das die Ära der neuen Partnerschaft von McLaren und Honda einläuten sollte, dauerte über zwei Testtage nur fünf Runden. Da kam die Ablenkung mit der verzögerten Fahrerbekanntgabe, die am Donnerstag endlich ihren Abschluss fand, gerade recht. Nun stellt sich aber die Frage, was für ein Bolide der neuen Fahrerpaarung Jenson Button und Fernando Alonso bereitgestellt werden kann. Unfallsicher ist der MP4-30 zumindest schon mal.

Das Testdesaster Ende November im Anschluss an das Finale der Formel-1-Saison 2014 erinnerte stark an Red Bulls erste Versuche mit der Renault-Antriebseinheit Anfang des Jahres. McLaren wollte dabei ein Interimsauto auf die Strecke schicken - den MP4-29 ausgestattet mit dem neuen Honda-Aggregat. Eine ganze Serie elektronischer Schwierigkeiten hielt das Team jedoch mehr in der Garage, als auf dem Yas Marina Circuit.

Sechs Jahre nachdem Honda aus der Königsklasse ausgestiegen ist und mehr als zwei Jahrzehnte nach der letzten Zusammenarbeit mit McLaren wird nun befürchtet, dass das Comeback des japanischen Motorenherstellers nach hinten losgehen könnte.

"Es wurde eine Woche lang hart daran gearbeitet, sie haben alles herausgefunden und es wurde ein Plan zur Behebung der Probleme aufgestellt", beruhigt Teamchef Eric Boullier jedoch die aufgebrachten Gemüter am Rande der Fahrerpräsentation am Donnerstag.

"Es war nicht nur ein Problem", erklärt er weiter. "Es gab Hardware-Probleme, die zu falschen Software-Codes geführt haben. Wir mussten also erst einmal herausfinden, was im Hardware-System falsch lief, um das Software-Problem beheben zu können. Ein Teil konnte schon jetzt behoben werden und es gibt noch ein paar Tests auf den Rollenprüfstand, die begutachtet werden müssen."

Gute Nachrichten gibt es immerhin von der Chassis-Seite: Der MP4-30 hat bereits alle der von der FIA angeforderten Crashtests bestanden, das bestätigte das Team in einem Tweet. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell erbrachte die erforderlichen Voraussetzungen erst eine Woche vor den ersten Tests in Jerez. Bis zum nächsten Live-Versuch auf der Strecke haben Honda und McLaren nun noch gut sieben Wochen Zeit. Am 1. Februar gehen die Tests für die kommende Saison los.

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