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Formel 1: News

In Maranello rollen Köpfe

Ferrari hat den langjährigen Motorenchef Luca Marmorini am Mittwochmorgen vor die Tür gesetzt: Lorenzo Sassi soll die Verantwortung übernehmen.

Nach den Gerüchten aus den vergangenen Wochen hat Ferrari am Mittwochmorgen tatsächlich die erwarteten Konsequenzen gezogen: Die Scuderia trennte sich mit sofortiger Wirkung vom langjährigen Motorenchef Luca Marmorini. Vertrauliche Quellen berichten, dass Lorenzo Sassi ab sofort die Verantwortung für die Entwicklung der Ferrari-Antriebe in der Formel 1 tragen wird.

Sassi ist bereits seit vielen Jahren in Maranello angestellt, schon 2004 arbeitete er unter Marmorinis Vorgänger Paolo Martinelli an den Motoren für die Grand-Prix-Ferraris. Der erfahrene Italiener war in den vergangen Wochen ohnehin bereits federführend an der Weiterentwicklung des Ferrari-059/3-Antriebs für die kommende Saison betraut. Die "Power Unit" der Italiener hat in der laufenden Saison im Vergleich zu jener von Mercedes arge Schwächen offenbart.

Marmorini wurde angelastet, wichtige Entwicklungen beim Wechsel auf die 1,6-Liter-V6-Turbos verpasst zu haben. Die Anordnung der diversen Elemente des Antriebs sei wenig optimal, die Größe des Turboladers nicht passend und das Auspuffsystem wenig ausgereift, heißt es. Für diese angeblichen Fehler in der Planung und Entwicklung des Triebwerks muss der 63-jährige Italiener nun die Konsequenzen tragen. Ferrari wollte sich zum Rausschmiss Marmorinis nicht äußern.

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