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Formel 1: News

„Könnte passieren, dass kein einziges Auto das Ziel sieht“

McLaren-Boss Ron Dennis erwartet 2014 großartigen Rennsport, bittet die Fans aber um Geduld, falls am Anfang nicht alles so läuft, wie es soll.

McLaren-Boss Ron Dennis geht zwar davon aus, dass der Saisonstart für die meisten Formel-1-Teams zermürbend verlaufen wird, andererseits rechnet er auch mit einer interessanten Saison, sobald die anfänglichen Sorgen verflogen sein werden. Zwar gibt es etliche kontroverse Neuerungen ab der Saison 2014; dass die Königsklasse aber unattraktiver werden könnte, glaubt der Brite nicht: "Bei all den Formel-1-Fans auf der Welt müssen wir nur sicherstellen, dass es gute Rennen gibt. Die Zutaten können sich ruhig verändern", meint er gegenüber Autosport.

"Ich denke, die Rennen werden anfangs ziemlich zermürbend sein - vielleicht ein oder zwei Rennen", orakelt Dennis. Verantwortlich dafür macht er einerseits die Zuverlässigkeit der Autos aber auch den Spritverbrauch und die neuen Reifen. Haben sich diese Faktoren aber erst einmal stabilisiert, erwartet sich der 66-Jährige großartigen Rennsport. "Ich könnte damit auch falsch liegen, aber das ist meine Prognose."

Gleichzeitig appelliert er an die Geduld der Fans zum Saisonstart: "Lasst euch bitte nicht voreilig von den kurzfristigen Anfangsschwierigkeiten abschrecken, wenn es aufgrund der komplexen neuen Regeln zu solchen kommen sollte. Wir werden damit zurechtkommen und dann erleben wir ziemlich interessanten Motorsport, glaube ich", so Dennis.

Roberto Dalla, Chef des Formel-1-Elektronikzulieferers Magneti Marelli, kann sich sogar einen Totalausfall beim Saisonauftakt vorstellen: "In Melbourne könnte es passieren, dass kein einziges Auto die Zielflagge sehen wird, weil alle Teams so schwerwiegende Probleme bei den Testfahrten hatten", erklärt er gegenüber La Gazzetta dello Sport. Die neue Technik in nur zwölf Testtagen in den Griff zu bekommen, sei von Anfang an eine "unmögliche Mission" gewesen.

Damit spielt Dalla vor allem auf die Elektronik an: "Vergangenes Jahr gab es noch eine einzige Einheit von McLaren, die alles gesteuert hat. Nun kontrolliert sie aber nur noch einen Teil. Die Herausforderung wird sein, dass Motor, Turbo und Rückgewinnungssysteme wie ein Orchester zusammenspielen. Bis hier die richtige Lösung gefunden sein wird, werden noch zwei bis drei Monate vergehen", ist sich Dalla sicher.

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