MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Marchionne haut auf den Tisch

Fiat-Boss Sergio Marchionne lässt kein gutes Haar an den V6-Turbomotoren und nennt das Formel-1-Regelwerk intransparent.

Luca di Montezemolo, die Teamchefs Stefano Domenicali und Marco Mattiacci - bei Ferrari waren in der jüngeren Vergangenheit viele Führungskräfte unterschiedlichen Charakters am Werk, doch eines einte sie in ihrer Meinung über die Formel 1: die Kritik am neuen Antriebsreglement.

Keiner der drei wurde aber in der Öffentlichkeit so deutlich wie der neue Ferrari-Präsident Sergio Marchionne, der gleichzeitig als CEO die gesamte Fiat-Chrysler-Gruppe befehligt: "Sie müssen von Betrunkenen an der Bar verfasst worden sein", schimpft er über die Regeln der Königsklasse.

Klar, dass V6-Turbomotoren mit Hybridunterstützung Ferrari nicht in den Kram passen, wenn die Szenerie unter diesen Vorzeichen von Mercedes dominiert wird. Marchionne geht es allerdings um mehr: "Die Regeln sind ein echtes Labyrinth und wirklich schlecht konzipiert", erklärt der Italo-Kanadier und fordert mehr Transparenz, um wieder die Herzen der Motorsport-Fans für die Formel 1 zu gewinnen: "Wir müssen die Regeln einfacher gestalten, sodass sogar normale Leute sie verstehen."

Bernie Ecclestone scheint willig, einen derartigen Prozess zu forcieren, doch Profiteur Mercedes tut sich damit naturgemäß schwer. Eine Modifikation zur Saison 2016, wie sie bereits angeklungen ist, betrachtet Marchionne nicht als wasserdicht: "Es ist nicht sicher, dass sich irgendetwas verändern wird", betont er.

Ferrari muss deshalb auf das bis 2020 eingeplante aktuelle Aggregat setzen, soll aber zumindest bezüglich der Homologationsrichtlinie bereits ein Schlupfloch gefunden haben.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Zwei heftige Abflüge von Max Verstappen haben die FIA auf den Plan gerufen - Der Automobilweltverband nimmt die rotierenden Heckflügel ins Visier

Adrian Newey über Upgrade & Alonso-Verbleib

Aston-Martin-Upgrade in Ungarn wird "ein großer Schritt"

Adrian Newey hofft auf einen Verbleib von Fernando Alonso bei Aston Martin - doch dafür müsse ihm der richtige Weg aufgezeigt werden. Am besten mit dem Upgrade, das in Ungarn eingesetzt wird und ein "großer Schritt" sein soll...