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Formel 1: News

"Das letzte Teil des Puizzles"

Mark Webber hält die Formel 1 zwar für eine sichere Rennserie, wünscht sich jedoch einen zusätzlichen Schutz für den Kopf der Piloten.

Nach über zwei Jahrzehnten ohne tödlichen Unfall im Formel-1-Rennbetrieb war die Frage nach der Sicherheit der Königsklasse in den Hintergrund gerückt. Der Fall Jules Bianchi und auch der Tod des IndyCar-Piloten Justin Wilson am vergangenen Wochenende aber haben Diskussionen über eine Cockpitkanzel erneut aufflammen lassen. "Das letzte Teil des Puzzles ist, wie wir verhindern können, dass herumfliegende Teile den Helm des Fahrers treffen", erklärt Mark Webber Auto, Motor und Sport.

Für den Australier gilt es in erster Linie zu verhindern, dass sich Trümmer von havarierten Autos lösen. "Kein Helm der Welt kann einem Objekt standhalten, wie das, was Wilson getroffen hat", erinnert er an die Nase, die dem Briten schwere Kopfverletzungen zufügte. Webber ist aber auch gesprächsbereit, wenn es um eine Schutzkonstruktionen mit Federstahlbügeln, einer Kanzel oder ähnlichem geht. Über die Vorschläge sagt er: "Sie sehen zwar verrückt aus, scheinen aber nicht so schlecht zu sein."

Die FIA plant, die Ideen Testreihen zu unterziehen. Webber haben schon vorangegangene Versuche mit gegen Cockpits fliegenden Reifen beeindruckt: "Wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber mit Kanzel fahren." Der 39-Jährige glaubt, dass die Sicherheitsmaßnahme Maria de Villota eventuell das Leben gerettet hätte, nicht aber dem unter einen Radlader geratenen Bianchi: "Ich glaube, gegen so einen Unfall kannst du dich nicht schützen. Da hättest du auch in einem Sportwagen Probleme bekommen."

Trotz des Wilson-Crashs fühlt sich der frühere Williams- und McLaren-Pilot Juan Pablo Montoya in seinem IndyCar wohl: "Das Risiko ist bei uns ein bisschen höher", räumt er ein, erkennt jedoch in Oval- und Stadtkursen einen Reiz. "Ich mag es mit weniger Auslaufzonen. Das fordert wieder den Fahrer heraus. In der Formel 1 machst du einen Fehler und wirst nicht bestraft. Du fährst von den Asphalt-Auslaufzonen einfach auf die Strecke zurück. Auf den Ovalen hast du natürlich gar keinen Spielraum für Fehler. Die sind schon hart. Und einfach sauschnell."

Auch Webber lobt die Formel 1 als extrem sicher, wenn er die Autos mit seinem aktuellen LMP1- Dienstwagen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) vergleicht. "Das Gewicht spielt da eine große Rolle. Bei den Sportwagen ist deutlich mehr Masse unterwegs, wenn du abfliegst. Mein Crash vergangenes Jahr in Brasilien war bei weitem der schwerste, den ich je hatte", so der Porsche-Star.

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