MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

„Er ist nicht unsterblich!“

Der frühere Teambesitzer Eddie Jordan empfiehlt Bernie Ecclestone den Rücktritt: „Der Zahn der Zeit hat an ihm genagt, er sollte gehen.“

Rücktrittsforderungen an Bernie Ecclestone entsprechen im Formel-1-Paddock Gotteslästerung, doch in Krisenzeiten der Königsklasse sind nicht einmal die Naturgesetze unumstößlich.

Aus der Deckung wagt sich mit Ex-Teamchef Eddie Jordan ein Insider, der seit seiner aktiven Zeit für ungeschönte Worte bekannt ist. "Ich glaube, er hat einen bemerkenswerten Job gemacht, aber der Zahn der Zeit hat an ihm genagt. Er sollte gehen", erklärt Jordan im Gespräch mit der BBC über den 84-jährigen Zampano.

TV-Einschaltquoten im Sinkflug, rückläufige Zuschauerzahlen und Regeldebatten, die Überhand nehmen, bereiten Jordan Sorge. Offenbar befürchtet der Ire sogar, an einem Punkt anzukommen, an dem sich in der Beletage des Motorsports nichts mehr retten lässt. "Wir müssen sie der nächsten Generation in besserer Verfassung überlassen", unterstreicht Jordan und fordert Ecclestone auf, über seine Zukunft nachzudenken: "Er muss sich fragen, wann für ihn der Zeitpunkt gekommen ist, zu gehen. Ich denke jetzt."

Tatsächlich wackelte der Brite, der nach einer missglückten Laufbahn als Rennfahrer über Jobs als Gebrauchtwagen-Händler, Fahrermanager und Teamchef zum mächtigsten Mann im Motorsport wurde, selten so sehr wie in diesen Tagen. Formel-1-Mehrheitseigner CVC Capital Partners entmachtete ihn im Rahmen des Münchener Bestechungsprozesses vorübergehend bereits formal. Zuletzt musste sich Ecclestone eigene Fehler und Machtlosigkeit in einem Geflecht aus Abhängigkeiten eingestehen.

Für Jordan ändert das nichts an seinem Lebenswerk: "Der Mann ist eine Legende. Er hat den Sport aus dem absoluten Nirgendwo geführt", lobt er. "Aber am Ende ist er nicht unsterblich. Er mag es glauben, aber er ist es nicht. Es gibt den Zeitpunkt, an dem man sagen muss: 'Ich habe alles getan, was ich konnte.'"

Egal, wer die Nachfolge Ecclestone antritt, Jordan rechnet mit einem "Tief" nach dem Machtwechsel. "Es braucht jemand radikalen, der kommt, alles auf den Kopf stellt und auf die Grundfeste zurückführt", wünscht er sich.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E