MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Kaltenborn: Traditionsrennen schützen

Wenn es darum geht, die Formel-1-WM in Europa zu halten, wünscht sich die Sauber-Teamchefin auch deutlichere Worte der Rennställe.

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn hat davor gewarnt, dass altgediente Grands Prix immer mehr aus dem Rennkalender der Formel-1-WM gedrängt werden. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk beurteilte es die Österreicherin kritisch, dass vermehrt dort die Zelte aufgeschlagen werden, wo Promoter mit dem großen Geld winken. "Ich finde die Entwicklung sehr bedenklich. Wir als Teams müssten in aller Deutlichkeit sagen, wie wichtig es ist, Traditionsrennen zu haben", erklärte sie.

Sie wünschte sich, dass die Rennställe in Zukunft auf die Barrikaden gehen. Schließlich bedeute der Abschied aus Europa auch den Verlust der eigenen Heimspiele: für Mercedes in Hockenheim oder auf dem Nürburgring, für Ferrari in Monza, oder für die Briten in Silverstone. Um alle Austragungsorte war es in der jüngeren Vergangenheit nicht gut bestellt. "Es wird Zeit, dass wir Teams uns mehr aufstellen und nicht darauf schauen, wer mehr Geld bringt", beklagte Kaltenborn.

Sie setzt auf den designierten neuen Mehrheitseigner der Rennserie: "Da hoffe ich, dass Liberty Media – nachdem sie sagen, dass die Tickets billiger werden sollen – eingreift und einen gesünderen Mix sicherstellt." Die US-Amerikaner haben bereits erklärt, mehr Rennen veranstalten zu wollen. Kaltenborn pocht auf Deutschland: "Gerade, was Sauber und Hockenheim betrifft: Das ist für uns wie ein Heimrennen. Es ist eine fantastische Stimmung. Man merkt richtig, wie sehr die Formel 1 in der Stadt ist. Man spürt so viel Freunde."

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Ferrari zeigt aktive Aerodynamik

Aktive Aero - Fans kritisch: "Billiges Gimmick"

In einem Video können sich Formel-1-Fans die aktive Aerodynamik am Ferrari SF-26 in Aktion anschauen - Nicht alle sind von der neuen Technik begeistert

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert

Letzte Chance für Hamilton?

Ferrari präsentiert den SF-26 für 2026

Ferrari hat den SF-26 für die Formel-1-Saison 2026 präsentiert - Die Scuderia wartet in der Königsklasse mittlerweile seit 18 Jahren auf einen weiteren WM-Titel