MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Webber: Fahrer gehen nicht ans Limit

Ex-F1-Fahrer Mark Webber fordert mehr Testfahrten und weniger Gerede: "Wir sollten über Autos und Fahrer reden, nicht über Reifen."

Das schwarze Gold der Formel 1, die Reifen, entscheiden auch in der WM-Saison 2016 über Sieg und Niederlage. Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber fordert in der anhaltenden Reifendebatte wieder mehr Testfahrten für die Teams: "Durch die Einschränkung der Tests haben sie die Kosten deutlich gesenkt, aber vielleicht ist man zu weit gegangen. Etwas mehr Tests während der Saison sind für die Teams sicherlich ganz gut." Der Australier will Taten statt Worte sehen und mahnt: "Wir sollten über die Autos und die Fahrer reden, aber es geht immer nur um die Reifen."

Zuletzt machte sich der italienische Reifenmonopolist in Russland keine Freunde: Der Grand Prix wurde zum Einstopprennen, da die dritte Reifenoption für die Teams zu hart war. Kritik kam vor allem von den Ingenieuren, die beklagten, die Gummimischung erreiche auf der Strecke nicht die gewünschte Temperatur. So verließen sich die Teams wie bereits 2015 vornehmlich auf die Mischungen soft und supersoft. Einzig Red Bull Racing wurde – eher unfreiwillig – zum Querdenker, was der Startkollision und dem daraus resultierenden Zusatzstopp geschuldet war.

Für Mark Webber kein Einzelfall, wie der 39jährige am Beispiel des China-Rennens analysiert: "In Shanghai gab es viele Überholmanöver, aber wenn man die Fahrer fragt, findet man heraus, dass es keine echten Überholmanöver waren. Sie konnten sich aussuchen, wo sie vorbeiziehen, denn der Zustand der Reifen hat über das Tempo entschieden. Ein richtiges Rennen findet nur in den ersten zwei Runden und in den letzten zehn Prozent des Rennens statt. In der restlichen Zeit verwalten die Fahrer Reifen und Batterien und können nicht wirklich ans Limit gehen."

Beim fünften Saisonrennen auf dem Circuit de Catalunya dürfte die weiche Gummimischung die beliebteste werden. Verfügbar sind außerdem die Mediumreifen sowie 'hard', also die härteste aller verfügbaren Gummimischungen. Dank der Formel-1-Testfahrten zu Beginn der Saison konnten die Teams in Barcelona bereits alle Reifenmischungen ausgiebig testen, um so Überraschungen möglichst aus dem Weg zu gehen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

GP von Italien: Qualifying

Sensation: Gasly erobert Windschatten-Pole!

Das hatte beim Grand Prix von Italien keiner auf dem Zettel: Während Mercedes und Ferrari strauchelten, wurde Alpine zur großen Überraschung

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

"Rechtliche Mittel ausschöpfen"

Ukraine verschärft Einspruch gegen Russland

Der ukrainische Verband FAU hat seine Beschwerde gegen Russland verschärft und das Berufungsgericht der FIA eingeschaltet: Man will "rechtliche Mittel ausschöpfen"