MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Anderes Qualifyingformat angedacht

Wie im Videospiel soll ein Eliminationsmodus zumindest am Samstag die Spannung zurückbringen; letztes Wort hat aber der FIA-Weltrat.

Strategiegruppe und Formel-1-Kommission versprechen sich von einer erneuten Veränderung des Qualifyings mehr Action (und bessere Zuschauerzahlen) an den Samstagen. Auf ihren Sitzungen am Dienstag verabschiedeten die beiden Gremien einen neuen Modus ab der Saison 2016. Das Qualifying soll weiterhin aus drei Abschnitten bestehen, künftig aber anders als zuletzt ablaufen. Wie bisher nehmen alle Piloten am Q1 teil; allerdings gilt es ab sofort, frühzeitig eine schnelle Rundenzeit zu markieren, denn nach sieben Minuten der ersten Session wird alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Pilot von der Strecke geholt.

Dieses Prozedere wird fortgeführt, bis nur noch 15 Fahrer übrig geblieben sind. Nach einer kurzen Pause findet auch das Q2 auf diese Weise statt. Danach bleiben nur noch die acht schnellsten Autos übrig. Diese dürfen nach einer weiteren Pause zwecks Reifenwechsel und Betankung in das finale Q3-Shootout starten, das fünf Minuten fortdauert, ehe nach jeweils 90 Sekunden erneut die langsamsten sechs Fahrer eliminiert werden, sodass es zum Abschluss zum indirekten Duell zweier Piloten kommt.

Diese neue Qualifyingreglement müsste am 4. März allerdings erst noch vom Motorsportweltrat der FIA abgesegnet werden; bis dahin wird sich der Automobilweltverband mit öffentlichen Äußerungen zurückhalten. Auf Nachfrage hieß es lediglich, es seien konstruktive Sitzungen gewesen. Die Ausarbeitung und Einführung neuer Aerodynamikrichtlinien für die Saison 2017 werden noch bis April dauern, zudem werkt man weiter an den Motorspezifikationen für 2018 sowie an neuen Sicherheitsfeatures – die Einführung des Cockpitschutzsystems Halo wurde aber bereits beschlossen.

Bezüglich des Qualifyings hat es noch weitere Vorschläge gegeben, deren Umsetzung jedoch abgelehnt wurde. Eine der dort diskutierten Ideen war, die in der Meisterschaft führenden Fahrer mit einem zeitlichen Handicap in die Zeitenjagd zu schicken; die Toppiloten hätten dabei zusätzliche Hundertstel zu ihrer erzielten Rundenzeit addiert bekommen. Dass solche Modi für Zuschauer an den Strecken und TV-Schirmen kaum verständlich wären, war der Mehrheit in Strategiegruppe und Kommission – zumindest in diesem einen Fall – letztlich offenbar doch einsichtig ...

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Bei sommerlichen Temperaturen behält George Russell einen kühlen Kopf und siegt erstmals seit dem Saisonauftakt - Aufholjagd von Max Verstappen reicht nicht

GP von Österreich: Qualifying

Kontroverse Russell-Pole nach Verstappen-Crash

George Russell fährt in letzter Sekunde zur Pole, doch weil aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen Gelb war, gibt es Fragezeichen über die Bestzeit

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

Rallycross Fuglau

Heiße Duelle in Fuglau

Länderspiele beim MTL-Rallycross von Fuglau. Dank dem internationalen Starterfeld gab es Siege für die Österreicher, Ungarn und Tschechen. In der Königsklasse der Supercars sorgte Lokalheld Norman Ganser für die Schlagzeilen des Wochenendes.

DTM-Rennen Lausitzring: Hintergrund

Hochsommerlicher Motorsport & more mit vielen Highlights!

Der Auftritt der DTM auf der Rennstrecke unweit der polnische Grenze stand ganz im Zeichen hochsommerlicher Bedingungen. Ein Gewitter am Samstag und brütende Hitze am Sonntag hielten 58.000 Zuschauer nicht davon ab, von der hochgebauten Haupttribüne die Action auf weiten Teilen des Kurses live zu verfolgen.