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Formel 1: Interview

Drei neue Anwärter: Bald 25 WM-Läufe?

Schon 2019 könnte die Formel-1-WM um drei neue Grands Prix erweitert werden; droht der Rennkalender nun aus allen Nähten zu platzen?

Mit Buenos Aires, Hanoi und Miami stehen bereits 2019 drei neue Grands Prix vor der Aufnahme in einen WM-Kalender, der 2018 durch die Rückkehr von Frankreich 21 Rennen umfasst. Wird dadurch eine Saison mit 25 WM-Läufen, vor der die Teams wegen der Strapazen seit Jahren warnen, unausweichlich? "Wir haben die Kapazitäten und das Recht, den Kalender auf bis zu 25 Rennen auszuweiten", antwortete Chase Carey, Geschäftsführer der Formula One Group, "aber unser Schwerpunkt ist es derzeit, die Rennen zu dem zu machen, was sie sein sollten. Qualität ist wichtiger als Quantität."

Eine ausweichende Antwort des US-Amerikaners, der in den kommenden Jahren laut eigener Angaben mit einer variablen Menge an Rennen rechnet. "Wir haben bei der Anzahl der Rennen kein Ziel", erklärte er die Herangehensweise seines Arbeitgebers Liberty Media. "Bei vielen Rennen haben wir Langzeitverträge, und es gibt immer ein paar, die herausfallen." Als Beispiel für einen Grand Prix, der nicht langfristig gesichert sei, nennt er den deutschen: "Deutschland kehrt dieses Jahr zurück, aber der Vertrag gilt nur für dieses Jahr." Somit könnte Hockenheim in der Saison 2019 erneut pausieren.

Carey hat vielmehr neue Schauplätze im Visier: "Wir könnten definitiv Läufe hinzufügen, denn es gibt viele Austragungsorte, die gerne ein Rennen hätten, auch wenn wir nicht alle in Betracht ziehen, aber einige wären wirklich eine Bereicherung." Welche Faktoren entscheiden aus seiner Sicht, ob eine Strecke attraktiv ist? "Es geht nicht nur um das Rennen, sondern um alle Elemente", sagte Carey. "Es geht um die Gästebetreuung, die lokalen Partner, die Veranstaltung selbst, die unterstützenden Städte, den öffentliche Rückhalt, und ich denke, wir werden diese Möglichkeiten erweitern, wenn neue Verträge aufgesetzt werden."

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