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Formel 1: News

FIA-Seminar zum Thema 'track limits'

Charlie Whiting hat 70 Serienvertreter zu einem Treffen eingeladen, um über das leidige Thema "Streckenbegrenzung" zu diskutieren.

Seit der Jahrtausendwende ähneln moderne Kurse eher großen Parkplätzen mit aufgemalten Linien. Ist bei älteren Rennstrecken der Verlauf noch durch Banketten, Kiesbetten oder Leitplanken in Nähe des Asphaltstreifen definiert, lassen heutige Auslaufzonen, die großzügig asphaltiert wurden, teils kreative Linien zu. Das Problem hat in den letzten Jahren überhand genommen, auch weil es immer stärker überwacht wird. Ideen für bessere Lösungen sind gefragt, auch die FIA sucht bereits Wege aus der schwierigen Situation.

Charlie Whiting lud daher 70 Rennkommissare aller FIA-Rennserien am vergangenen Wochenende zu einem Seminar nach Genf ein. Es war erst das zweite Mal, das sich alle Rennleitungen zum gemeinsamen Austausch getroffen haben, das erste Mal war 2017. Ziel war es, die Regeln stärker zu vereinheitlichen, denn was in der einen Rennserie bisher erlaubt ist, wird in anderen möglicherweise bereits bestraft.

Whiting und sein Stellvertreter Laurent Mekies haben daher auch Änderungen am internationalen Sportkodex präsentiert, angeblich auch zu anderen Themen, bei denen dem Motorsport und insbesondere der Formel-1-WM in jüngster Zeit Gegenwind ins Gesicht geblasen hat. Um welche Änderungen genau es sich handelt, wurde offiziell nicht kommuniziert.

Whiting sagte lediglich: "Am wichtigsten ist es, jedem Beteiligten die Augen zu öffnen, dass es unterschiedliche Wege gibt, mit dieser Materie umzugehen. Meistens gibt es mehrere Möglichkeiten, es richtig zu machen. Die unterschiedlichen Philosophien der verschiedenen Meisterschaften können sich gegenseitig befruchten. Immer wieder heißt es: 'Das ist eine gute Idee, das können wir gut für unsere Serie übernehmen.'"

Auch FIA-Chef Jean Todt wandte sich in einer Videobotschaft an die Teilnehmer: "Die Regelüberwachung im Motorsport ist eine komplexe Herausforderung. Wir müssen weiter daran arbeiten, ein herausragendes Niveau zu erreichen. Wir hoffen, dass dieses Seminar die Messlatte weiter nach oben schraubt."

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