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Formel 1: Interview

Keine Fragezeichen über WM-Rang vier

Dass die Disqualifikation von Haas in Monza oder die Punktestreichung für Force India keine mathematische Rolle spielen, freut Renault-Teamchef Abiteboul.

Für Renault-Teamchef Cyril Abiteboul ist es sehr zufriedenstellend, dass es keine Fragezeichen über den vierten Platz seines Teams gibt. Die Franzosen hatten am Ende so viele Punkte, dass auch die Disqualifikation von Haas in Monza (nach Renault-Protest) oder die abgezogenen Zähler von Force India keinen Unterschied machen.

"Es ist offiziell, klar, es gibt keine Debatte", betont er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Es stellt sich nicht die Frage, wie man die Punkte von Force India oder Haas zusammenzählt. Es ist eindeutig Platz vier."

Allerdings muss der Franzose zugeben, dass Renault nicht immer auch das viertbeste Auto hatte, was die Leistung des Einsatzteams und der Fahrer noch einmal in einem besseren Licht stehen lässt. "Ich glaube, dass Haas ein schnelleres Auto hatte, aber es geht nicht nur um die Zusammenstellung des Autos, sondern auch darum, wie man es einsetzt", so Abiteboul. "Das Rennteam hat einen bemerkenswerten Job gemacht."

Besonders stolz ist Abiteboul darauf, wie das Team mit Rückschlägen umgegangen ist. Denn häufig habe Renault Probleme in der Garage, mit der Strategie oder mit der Reifensituation im Qualifying gehabt. "Oft war es schwierig, aber wir haben Widerstandskraft gezeigt und konnten uns in die Position bringen - das war unser Ziel."

Die kurzfristigen Ambitionen sind erfüllt, doch der nächste Schritt könnte schwierig werden, dessen ist man sich in Enstone bewusst. Die drei Topteams herauszufordern ist angesichts des Vorsprungs ein echter Brocken. "Wir wissen, dass es eine Welt ist, aber das gibt uns nur noch mehr Energie, um über den Winter noch härter zu arbeiten", so Abiteboul.

Eine wichtige Referenz fällt mit Red Bull 2019 jedoch weg. Renault wird der einzige Motorenhersteller sein, der in diesem Jahr kein Topteam ausrüstet - neben dem Werksrennstall ist nur McLaren übrig geblieben. Doch das sei kein großes Problem: "Dank Red Bull wissen wir, wozu der Motor in der Lage ist", sagt der Teamchef, "aber wir besitzen nun genügend Reife, um zu wissen, dass wir alle Fortschritte machen müssen."

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