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Formel 1: News

Brasilien GP weiterhin in Interlagos?

Verwirrung um den brasilianischen WM-Lauf: Nun doch kein Rennen in Rio? 2020 erneut in São Paulo? Danach gar kein Grand Prix mehr?

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte vor kurzem angekündigt, dass der Grand Prix seines Landes bereits 2020 von São Paulo nach Rio de Janeiro umziehen werde. Tatsächlich dürfte dies aber alles andere als in Stein gemeißelt sein, denn zum einen gibt es in Rio gar keine Strecke, und zum anderen hat Interlagos für die Saison 2020 noch einen gültigen Vertrag.

"Wir haben mit unserem aktuellen Veranstalter einen Vertrag bis zum Grand Prix 2020", bestätigte Sean Bratches, Marketingchef der Formel-1-WM, reuters. Zwar sei Rio ein sehr attraktiver Standort, und man sei auch durchaus interessiert am Vorschlag des rechtsnationalen Staatsoberhaupts; klar ist aber auch, dass der Grand Prix laut aktueller Vertragssituation frühestens 2021 übersiedeln könnte.

Selbst das ist momentan alles andere als sicher, denn São Paulo möchte das Rennen nicht kampflos aufgeben. So gab es zuletzt eine wichtige Entscheidung des Stadtrats gegen eine Privatisierung der Rennstrecke. Diese steht bereits seit Jahren im Raum, dürfte nun aber vom Tisch sein, was auch die Chancen erhöhen könnte, den Grand Prix zu behalten. Demnächst ist ein Treffen mit Bolsonaro und Tourismusminister Álvaro geplant.

Es könnte sich also ein Tauziehen um den Grand Prix anbahnen. In Rio dürfte man jedenfalls zuversichtlich sein, Interlagos das Rennen abluchsen zu können. Mittlerweile steht das endgültige Layout der neuen Strecke in Deodoro fest, die noch heuer gebaut werden und den Namen Rio Motorpark tragen soll; zuvor hatte Bolsonaro noch angekündigt, die Strecke würde nach Ayrton Senna benannt werden.

Ein US-Konsortium gab bekannt, man habe die Ausschreibung für den Bau der Rennstrecke gewonnen, an deren Design auch Hermann Tilke beteiligt gewesen sein soll, der einen "modernen und dynamischen Kurs voller Emotionen" versprach. Zweifel gibt es aber auch daran, ob die neue Anlage wirklich wie angekündigt heuer fertiggestellt werden kann. "Sie fangen bei Null an, es gibt noch keine Straßen", erinnerte Alex Wurz gegenüber reuters daran, dass nebst der Strecke, die auf einem alten Militärgelände gebaut werden soll, auch die entsprechende Infrastruktur erst noch geschaffen werden muss.

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