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Formel 1: News

Ferrari behält Vetorecht

Ferrari hat bestätigt, dass das Team weiterhin ein Veto im Regelgebungsprozess der Formel 1 besitzen wird.

Das ist ein entscheidendes und nicht unumstrittenes Ergebnis der Verhandlungen für die neuen Concorde-Grundlagenverträge, die sich gerade für 2021 bis 2025 in Verhandlung befinden.

Ferraris Recht, Regeln zu blockieren, die nicht im Sinne des Teams sind, ist schon seit längerer Zeit ein kontroverser Aspekt der Beziehung zwischen Ferrari und den Verantwortlichen der Formel 1. Trotz des Widerstands mehrerer Beteiligter gegen ein Ferrari-Veto (unter anderem von FIA-Präsident Jean Todt) soll das Veto auch in der nächsten Concorde-Periode aufrecht bleiben.

"Wir haben die Vetorechte behalten", bestätigt der Ferrari-Vorsitzende Louis Camilleri in einem Interview mit der 'Financial Times'. Das Veto sei nicht nur für Ferrari "entscheidend, sondern auch für die Formel 1" insgesamt. "Werden wir es je einsetzen? Ich bezweifle es. Sorgt die Tatsache, dass wir es haben, für Aufmerksamkeit? Ich denke schon."

"Ich halte es für wichtig", sagt Camilleri. "Einige Teams denken, [das Veto] ist anachronistisch und sollte nicht fortgeführt werden. Aber andere denken, dass es eine gute Idee ist, einen 'Erwachsenen' im Raum zu haben."

Ferrari hat zuletzt 2015 von seinem Vetorecht in der Formel 1 Gebrauch gemacht. Damals stand im Raum, einen Maximalpreis für Motoren und Getriebe einzuführen, was die Scuderia blockierte.

Die Verhandlungen über neue Concorde-Verträge sind noch nicht abgeschlossen. Camilleri sieht Stand heute aber nichts, was Ferrari davon abhalten sollte, sich weiterhin in der Formel 1 zu engagieren - auch wenn ein Verbleib kein Selbstläufer sei. Eine ganz ähnliche Formulierung hatte zuvor schon Mercedes-Teamchef Toto Wolff verwendet.

"Wir sind sehr engagiert", sagt Camilleri. "Das Concorde-Agreement ist in Wahrheit erst der Anfang. Es ist nicht einmal das Ende des Anfangs. Die Dinge werden sich in den kommenden Monaten bewegen müssen. Aber über die grundsätzlichen Prinzipien sind wir uns einig, und das ist gesund. Trotzdem ist noch viel zu tun."

Das Schlüsselelement sei aus Ferrari-Sicht, "sicherzustellen, dass die Formel 1 immer die Königsklasse des Motorsports bleibt und ausreichend Raum bleibt für technologische Kreativität. Das ist historisch gesehen ein wichtiger Treiber der Formel 1. Vor einem Jahr wurde für standardisierte Teile plädiert. Das wurde abgelehnt, und das ist gut so."

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