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Formel 1: News

Grand Prix von Brasilien soll umziehen

Brasiliens Präsident Bolsonaro hat ein Machtwort gesprochen und den dortigen WM-Lauf an eine Strecke verlegt, die es gar nicht gibt.

Die Formel-1-WM dürfte heuer zum letzten Mal auf dem Autódromo José Carlos Pace in Interlagos antreten, wie Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro verkündete. Schon 2020 soll der Grand Prix von Brasilien in die Küstenmetropole Rio de Janeiro umziehen, wo im Stadtteil Deodoro eine neue Strecke gebaut und ausgerechnet nach dem „Paulistano“ Ayrton Senna benannt werden soll.

Die komplett neue Anlage soll aber noch heuer fertiggestellt werden, die Bauzeit würde demnach nur sechs bis sieben Monate betragen. Das Projekt soll angeblich nur mit privaten Geldern finanziert werden. Bolsonaro erklärte: "Das Formula 1 Management hat sich entschieden, den Grand Prix von Brasilien beizubehalten. São Paulo ist allerdings untauglich geworden, weil die Veranstaltung mit öffentlichen Geldern finanziert wird."

Brasiliens Präsident, der seit 1. Jänner im Amt ist, erhofft sich von dem Wechsel vor allem wirtschaftliche Vorteile und neue Jobs. "Es ist gut für Rio de Janeiro und Brasilien", erklärte er. Der Grand Prix von Brasilien findet seit 1990 wieder in Interlagos bei São Paulo statt. Bis 1989 wurde das Rennen auf dem Autódromo Internacional Nelson Piquet in Jacarepaguá nahe Rio ausgetragen, davor wurde schon sieben Jahre lang die volle Länge des Interlagos-Kurses befahren.

Im November 2012 wurde die Strecke in Rio de Janeiro abgerissen, um Platz für die olympischen Sommerspiele 2016 zu schaffen. Die neue Strecke im Stadtteil Deodoro soll einmal mehr von Hermann Tilke entworfen werden. Angeblich ist zudem geplant, neben der Formel-1- in Zukunft auch die Motorrad-WM wieder nach Brasilien zu locken.

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