MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Renaults erstes F1-Podium seit 2011 Daniel Ricciardo feiert Platz drei auf dem Nürburgring
XPB

Erstes Formel-1-Podium seit 2011: Das hat Renault gefunden

Sky-Experte Nico Rosberg verrät, wie Renault in den vergangenen Rennen einen Aufwärtstrend geschafft hat - Teamchef Abiteboul: Das fehlt auf die Topteams

3.472 Tage oder 188 Rennen musste das Renault-Team auf das nächste Formel-1-Podium warten. Daniel Ricciardo erlöste das Team mit Platz drei im Grand Prix der Eifel und beendete damit die lange Durststrecke der Franzose, die zuletzt 2011 in Malaysia mit Nick Heidfeld jubeln durften. Doch wie kam es zur Leistungssteigerung in den vergangenen Rennen? Nico Rosberg weiß die Antwort.

"Ich habe von Renault gehört, dass sie im Windkanal einen Durchbruch geschafft haben, im Heck am Diffusor", verrät der Weltmeister von 2016 bei 'Sky'. Nun sei für die Mannschaft aerodynamisch mehr möglich. "Sie haben große Schritte gemacht und ihren Grip deutlich verbessert."

Das sei laut dem Deutschen der Grund, warum Renault in den vergangenen Rennen so stark performt hat. Ricciardo konnte sich seit dem Grand Prix von Belgien immer in den Top 6 platzieren, auch im Qualifying war er fünfmal in Serie in Q3 zu finden. Damit katapultierte er sich auch auf WM-Rang vier (78 Punkte).

"Natürlich fährt Dani wirklich gut, außerdem kommt Ocon im Qualifying immer näher ran. Sie sind nun wirklich nahe beisammen. Renault ist im Moment wirklich auf dem Weg vorwärts", resümiert Rosberg. Für den Australier selbst hat sich das Auto im Vergleich zum Vorjahr "sehr stark verbessert".

"Das Heck hat nun sehr viel mehr Abtrieb, was uns Fahrern mehr Vertrauen gibt, aufs Gaspedal zu stiegen und besser durch die Kurve zu kommen", bestätigt er Rosbergs Aussagen. Außerdem habe ein Update in Silverstone dabei geholfen, das Auto besser abzustimmen.

"Im Vorjahr konnten wir zeitweise zwar sehr schnell sein, waren dann aber auch wieder außerhalb der Top 10. Nun sind wir in der Lage, diesen 'sweet spot' besser zu treffen, dadurch haben wir mehr Performance", freut er sich. Den Beweis hat das Team auf dem Nürburgring erbracht.

Normalerweise kamen dem Renault Rennstrecken entgegen, auf denen wenig Abtrieb gefragt ist, wie etwa Monza. Aber auch auf Kursen, wo mit viel Abtrieb gefahren wird, wie auf dem Nürburgring, war Ricciardo stark unterwegs.

"Der Beweis ist: Wir haben es auf Strecken, wo wenig Abtrieb gefragt ist, ebenso gezeigt, wie auf Strecken mit viel Abtrieb. Es ist einfach ein gutes Paket. Wir sollten zuversichtlich auf die restliche Saison blicken." Dem kann Teamchef Cyril Abiteboul nur zustimmen.

Er bezeichnet den R.S.20 als "guten Allrounder". Der Franzose gesteht, dass die Mannschaft vor dem Eifel-Rennen Zweifel hatte, da zum ersten Mal seit Barcelona wieder mit dem High-Downforce-Paket gefahren wurde. "Ein paar Charakteristika, etwa was die Stabilität am Kurveneingang betrifft, konnten wir in Mugello und in Sotschi klären", erklärt er.

Der Nürburgring sei die letzte Strecke gewesen, auf der Renault die Fortschritte noch bestätigen musste. Diese Übung ist gelungen. Was fehlt dem Team nun noch, um regelmäßig auf das Podium zu fahren? "Wir müssen ehrlich sein, uns fehlt noch immer eine Sekunde oder ein Prozent Konkurrenzfähigkeit, um regelmäßig aufs Podium fahren zu können."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Hat er damit schon verraten, dass er seine Karriere in der Formel 1 fortsetzen möchte? Lewis Hamilton hat sich am Donnerstag in Portimao verplappert ...

Wimmer Werk in der TCR Germany

Österreichischer Hecht im deutschen Karpfenteich

Der erfolgsgewohnte Rennstall von Wimmer Werk Motorsport bestreitet heuer eine ganze Saison in der enorm starken ADAC TCR Germany.

Pech für Max Verstappen: Er fährt im Qualifying in Portimao die schnellste Runde, doch auf Poleposition steht Valtteri Bottas - Sebastian Vettel erstmals in Q3.

Jede Farbe nur ein einziges Mal

Audi R8 LMS GT Color Edition

Sechs Stück, sechs Farben – mehr gibt es nicht von der Color Edition des Audi R8 LMS GT2, was die Renner von Audi Sport wohl eher zu Sammlerstücken macht als zu echten Racern.

F1-Training Barcelona 2021

Vettel überrascht zum Auftakt

Valtteri Bottas fährt Bestzeit im ersten Freien Training zum Grand Prix von Spanien – Sebastian Vettel mischt zwischenzeitlich sogar die absolute Spitze auf.

Zoff zum 30-jährigen Streckenjubiläum

F1-Kalender der Zukunft: Barcelona möchte keine Rotation

Der Vertrag zwischen der Formel 1 und der Strecke in Barcelona läuft am Jahresende aus, ein Rotationsprinzip kommt für die Streckenbetreiber nicht infrage.