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Bottas gewinnt vor Verstappen, Hamilton fährt auf P5 Valtteri Bottas hat sich die Poleposition für das Rennen in Sao Paulo gesichert
Motorsport Images

F1-Sprint Sao Paulo: Bottas gewinnt vor Verstappen, Hamilton fährt auf P5

Valtteri Bottas hat den Sprint in Brasilien souverän vor Max Verstappen gewonnen - Aufholjagd von Lewis Hamilton endet erst auf dem fünften Platz

Mercedes hat im F1-Sprint beim Grand Prix von Sao Paulo eine kämpferische Leistung geboten und den Schaden nach dem Ausschluss von Lewis Hamilton vom Freitagsqualifying in Grenzen gehalten. Valtteri Bottas sicherte sich den Sieg in dem 24-Runden-Rennen vor Max Verstappen (Red Bull), und Hamilton wurde nach starker Aufholjagd Fünfter und sicherte sich damit den zehnten Startplatz.

Carlos Sainz (Ferrari) hielt dem Druck von Sergio Perez (Red Bull) stand und wurde trotz der weicheren Reifen Dritter. Lando Norris (McLaren) landete auf Rang sechs, gefolgt von Charles Leclerc (Ferrari), Pierre Gasly (AlphaTauri), Esteban Ocon (Alpine) und Sebastian Vettel (Aston Martin).

Mick Schumacher (Haas) wurde Vorletzter und sicherte sich den 19. Startplatz für den Grand Prix von Sao Paulo.

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Wie hat Verstappen die Pole verloren?

Eigentlich hatte Verstappen von der Linie sogar den hauchdünn besseren Start erwischt als Bottas. Doch nach ein paar Metern verlor er plötzlich an Schwung, sodass Bottas, mit dem Vorteil der weichen Reifen (Verstappen: Medium), bis zur ersten Kurve relativ locker in Führung gehen konnte.

Möglicherweise war der Grund für den mäßigen Start das Hochschalten. Am Boxenfunk meldete Verstappen: "Dieses dumme Problem mit der Getriebesynchronisierung die ganze Zeit!" Später in der ersten Runde fuhr er auch noch neben die Strecke, sodass Sainz durchschlüpfte. Den Ferrari-Piloten hatte Verstappen aber nur kurz vor sich.

Von da an war das Rennen für ihn ein Geduldspiel. Mit den härteren Mediums würde er Vorteile gegenüber Bottas haben, insbesondere gegen Ende. Nach zehn Runden hatte Verstappen noch eineinhalb Sekunden Rückstand. Und nach 15 (von 24) tauchte er erstmals innerhalb von Bottas' DRS-Fenster auf.

Doch weil er mehr zu verlieren als zu gewinnen hatte, ging Verstappen kein unnötiges Risiko ein und wagte keine ernsthafte Attacke gegen Bottas. Der Finne konnte den Sprint letztendlich ungefährdet nach Hause fahren und sicherte sich so die Poleposition für den Grand Prix von Sao Paulo (früher: Grand Prix von Brasilien).

Was sagten die beiden nach dem Sprint?

Bottas gab zu Protokoll, dass er wusste, "dass der Start die beste Chance ist, in Führung zu gehen". Ergo die Entscheidung für die weichen Reifen. "Das hat gut geklappt", sagt er. Allerdings musste er sich im Finish ganz schön anstrengen, um keinen Fehler zu machen, denn: "Am Ende waren die Reifen ziemlich hinüber."

Verstappen macht für den schlechten Start ein Problem beim Hochschalten verantwortlich. Danach sei die Pace "gut" gewesen. Aber: "Du kannst hier nicht überholen, weil die Reifen so schnell überhitzen. Ich habe gesehen, dass Valtteri sich immer schwerer tut. Aber meine Reifen haben ja auch nachgelassen, als ich versucht habe, in sein DRS zu kommen."

Warum startete Hamilton eigentlich vom letzten Platz?

Er wurde wegen eines illegalen DRS im Freitagsqualifying nachträglich von eben diesem disqualifiziert. Am Sprint konnte er wegen einer Sondergenehmigung der FIA-Kommissare trotzdem teilnehmen. Weil er in den Freien Trainings Rundenzeiten erzielt hat, die zweifelsfrei nahelegen, dass er an einer etwaigen 107-Prozent-Hürde nicht gescheitert wäre.

Übrigens: Die Urteilsbegründungen im englischen Originalwortlaut zu den FIA-Entscheidungen in Bezug auf Hamilton und Verstappen gibt's in voller Länge im Ticker "Paddock live" mit Ruben Zimmermann auf Motorsport-Total.com und Formel1.de nachzulesen.

Wie lief Hamiltons Aufholjagd?

Gleich am Start ging er an beiden Haas und Williams vorbei. Aus der ersten Runde kam er als 15. zurück. Erstmals spannend wurde es, als er mit Yuki Tsunoda (AlphaTauri) einen Fahrer aus der Red-Bull-Familie vor sich hatte. Doch auch mit dem machte Hamilton kurzen Prozess. Im Senna-S bremste er außen so spät, dass er beinahe in die vor ihm fahrenden Alfa Romeos reingerauscht wäre.

Und in der Tonart ging das weiter. Bis er auf den McLaren von Daniel Ricciardo auflief. Hinter dem tat sich Hamilton zunächst schwerer. In Runde 12 erwischte er aber die letzte Kurve gut, saugte sich bei Start und Ziel an und ging im Senna-S vorbei. Danach waren dann relativ zeitnah Vettel, Ocon und Gasly dran.

Eine Runde vor Schluss fightete Hamilton mit einem beherzten Manöver Norris nieder. Es sollte sein letzter Akt des Tages bleiben. "Es ist noch nicht vorbei", funkte er bei der Zieldurchfahrt. Letztendlich wurde er Fünfter, 20,9 Sekunden hinter Bottas. Das bedeutet für den Grand Prix den zehnten Startplatz.

Wie war der Sprint aus deutscher Sicht?

Für Sebastian Vettel, im Rahmen der Möglichkeiten von Aston Martin, ganz gut. Er gewann in der Anfangsphase zwei Positionen und fuhr dann über weite Strecken hinter Ocon her. Letztendlich sicherte er sich Platz zehn. Das bedeutet im Rennen am Sonntag Startplatz neun, weil Hamilton ja noch um fünf Positionen strafversetzt wird.

"Ich denke, für uns war das heute das Maximum", sagt Vettel. "Ich hatte einen sehr guten Start und eine gute erste Runde. Ich habe zwei Plätze gutgemacht. Lewis war zu schnell. Den konnten wir nicht halten."

Mick Schumacher fuhr ein einsames Rennen. Hamilton sah er nur beim Vorbeifahren am Start. Danach fuhr er gemeinsam mit Teamkollege Nikita Masepin dem Feld hinterher. Haas war auch gegen Williams chancenlos. Am Ende wurde es so P19 für den Deutschen. Immerhin solide vor Masepin.

Was war der Witz des Tages?

Der geht auf Vettel. "Ich werde jetzt Hamiltons Heckflügel berühren", funkte er. "Nur ein Witz. Ich nehme den Frontflügel. Vielleicht kostet der nur 25.000!" Eine Anspielung auf Verstappens 50.000-Euro-Geldstrafe, die er sich im Parc ferme nach dem Freitagsqualifying eingehandelt hatte ...

Motorsport-Total.com

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Max Verstappen hat im dritten Freien Training zum Grand Prix von Saudi-Arabien auf dem Jeddah Corniche Circuit Bestzeit erzielt. Der Red-Bull-Pilot meisterte den mehr als sechs Kilometer langen Stadtkurs in seinem schnellsten Versuch in 1:28.100 Minuten und verwies seinen großen Rivalen Lewis Hamilton (Mercedes/+0,214) auf den zweiten Platz.

Zwar gibt es dafür keine offizielle Bestätigung seitens Mercedes, doch vermutlich steckte im dritten Training bei Hamilton wieder jener "Raketenmotor" im Heck, der ihm schon in Brasilien zum Sieg verholfen hat. "Der sieht immer noch wie eine Rakete aus", stöhnt Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei 'ServusTV'. "Auf den Geraden gewinnen sie Zeit. In den Kurven ist Max gut dabei."

Die Sektoranalyse zeigt: Im ersten Sektor, durch die schnellen Kurven, die viel Anpressdruck erfordern, ist Verstappen voll konkurrenzfähig. Im zweiten und dritten Sektor, wo es auf Power und wenig Luftwiderstand ankommt, hat Mercedes klare Vorteile. "Es ist halt eine Motorenstrecke", erklärt Alfa-Romeo-Teammanager Beat Zehnder gegenüber 'ServusTV'.

Tatsächlich könnte die Verstappen-Bestzeit trügerisch sein. Hamilton zog keine seiner schnellen Runden auf dem Soft durch. Würde man jedoch die schnellsten Sektorenzeiten addieren, dann wäre der Mercedes-Pilot klar voran. Um fast eine halbe Sekunde, zumindest laut Berechnung von Amazon Web Services.

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Es dauerte nicht lang, bis sich Haas-Teammanager Mark Lowe bei Michael Masi erkundigte: "Was denkst du über diesen Hamilton-Zwischenfall?" Was der Rennleiter so beantwortete: "Überhaupt nicht gut. Ich werde das mit dem Team direkt klären. Und ich habe auch mit den Leuten hier gesprochen, denn es wurden in dem Sektor keine Flaggen gezeigt, weder für Nikita noch für Lewis."

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Pierre Gasly konnte indes nahtlos an seine starke Performance von Freitag anknüpfen. Er belegte mit 0,615 Sekunden Rückstand den fünften Platz. Dass mit AlphaTauri auf dieser Strecke zu rechnen ist, das bestätigt auch Rookie Yuki Tsunoda, der sogar auf den vierten Platz fuhr. Hinter den beiden landete Valtteri Bottas (Mercedes/+0,919), davor Sergio Perez (Red Bull/+0,529).

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