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Offiziell: "Mehrjähriger Vertrag" für Valtteri Bottas bei Alfa Romeo Valtteri Bottas verlässt Mercedes und fährt ab der Saison 2022 für Alfa Romeo
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Offiziell: "Mehrjähriger Vertrag" für Valtteri Bottas bei Alfa Romeo!

Valtteri Bottas verlässt Mercedes nach fünf Jahren in Richtung Alfa Romeo und freut sich auf seine neue Heimat: "In meiner Karriere beginnt jetzt ein neues Kapitel"

Geheimnis war es schon länger keins mehr, aber jetzt ist es auch offiziell: Valtteri Bottas verlässt nach fünf Jahren, (bisher) neun Siegen, 17 Polepositions und 16 schnellsten Runden Mercedes und wechselt für die Formel-1-Saison 2022 zu Alfa Romeo. Das Schweizer Sauber-Team, das von der italienischen Automarke gesponsert wird, hat am frühen Montagnachmittag einen "mehrjährigen Vertrag" mit Bottas bekannt gegeben.

"Es ist mir eine Freude, Valtteri im Team willkommen zu heißen. Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Reise", erklärt Frederic Vasseur. Der Teamchef beschreibt den 32-Jährigen als "starken Teamplayer mit Erfahrung im Spitzenfeld der Formel 1. Valtteri war integraler Bestandteil eines Teams, das die Geschichtsbücher neu geschrieben hat, und hat vier Konstrukteurs-WM-Titel auf seinem Konto."

Bottas sei "genau der richtige Fahrer", um Alfa Romeo dabei zu helfen, "einen Schritt vorwärts zu machen", sagt Vasseur - und erinnert daran, dass der Finne für ihn kein Unbekannter ist: "Wir kennen uns schon lang. In der Formel 3 und der GP3 haben wir erfolgreich zusammengearbeitet. Sein Können konnte man damals schon erkennen, und es ist seither nur noch größer geworden."

2009 und 2010 fuhr Bottas für Vasseurs ART-Team in der Formel 3. In beiden Jahren gewann er das prestigeträchtige Masters in Zandvoort. In der Gesamtwertung wurde er 2009 mit 62 Punkten Dritter, als bester Rookie - hinter seinem Teamkollegen Jules Bianchi (114) und Christian Vietoris (75). 2010 wurde er erneut Dritter (74 Punkte), diesmal hinter Edoardo Mortara (101) und Marco Wittmann (76).

Bottas über Vasseur: "Ich kenne Fred gut"

2011 gewann Bottas dann zum ersten Mal seit seinen beiden Formel-Renault-Titeln wieder eine Meisterschaft, und zwar wieder auf (Lotus-)ART, diesmal in der inzwischen aufgelösten GP3-Serie. "Ich kenne Fred gut", sagt er, "und freue mich darauf, den Rest des Teams, mit dem ich jetzt arbeiten werde, kennenzulernen und genauso starke Beziehungen aufzubauen wie die, die ich bei Mercedes habe."

"In meiner Karriere beginnt jetzt ein neues Kapitel", sagt der 32-Jährige, der bei Alfa Romeo den Platz seines um zehn Jahre älteren Landsmanns Kimi Räikkönen einnimmt. "Alfa Romeo", so Bottas weiter, "ist eine Marke, die man nicht vorstellen muss. Sie haben in der Geschichte der Formel 1 schon einige tolle Kapitel geschrieben, und es ist eine Ehre für mich, diese Marke zu repräsentieren."

"Das Potenzial des Set-ups in Hinwil ist klar, und ich freue mich auf die Gelegenheit, dabei zu helfen, das Team in der Startaufstellung nach vorn zu bringen. Vor allem im Hinblick auf die neuen Regeln 2022. Die bedeuten für das Team eine Chance, in Sachen Performance einen Sprung nach vorn zu machen."

Bottas unterstreicht, dass er "so hungrig wie eh und je" ist, Rennen zu fahren und gute Ergebnisse zu holen. "Und, wenn die Zeit kommt, auch wieder zu gewinnen", gibt er sich selbstbewusst. Dafür bleibt ihm erstmal ein bisschen Zeit: "Der mehrjährige Vertrag sichert sowohl Valtteri als auch dem Team die Stabilität, die wir brauchen, um unser Projekt in einer entscheidenden Phase aufzubauen", betont Vasseur.

Zweiter Alfa-Romeo-Fahrer steht noch nicht fest

Wer 2022 Bottas' Teamkollege bei Alfa Romeo wird, steht nicht fest. Im Rennen sind laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' mehrere Kandidaten. Antonio Giovinazzi steht ebenso auf der Liste wie Alexander Albon und Nyck de Vries. Guanyu Zhou bringt den größten Sponsorenetat mit (angeblich 40 Millionen US-Dollar). Und dann sind da auch noch die Ferrari-Junioren Robert Schwarzman und Callum Ilott.

Für Bottas bedeutet die Bekanntgabe erstmal Abschied nehmen von Mercedes: "Ich bin stolz auf das, was ich in Brackley erreicht habe, und konzentriere mich jetzt darauf, meinen Job zu Ende zu bringen. Wir kämpfen noch um eine weitere Weltmeisterschaft. Aber gleichzeitig freue ich mich auf die neuen Herausforderungen, die mich nächstes Jahr erwarten."

Übrigens: Dass George Russell seinen Platz bei Mercedes einnehmen wird, galt schon seit Spa nur noch als Formsache, wie 'Motorsport-Total.com' berichtet hat. Eine offizielle Bekanntgabe des Wechsels des jungen Briten von Williams zu Mercedes wird noch diese Woche, aber nicht mehr am Montag erwartet.

Motorsport-Total.com

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