MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Zak Brown: Geheimniskrämerei der F1 Grund für den Netflix-Erfolg Die Netflix-Doku "Drive To Survive" war und ist ein großer Erfolg für die Formel 1
Motorsport Images

Zak Brown: Geheimniskrämerei der F1 Grund für den Netflix-Erfolg

Die Netflix-Serie "Drive To Survive" sorgte für eine deutlich größere Aufmerksamkeit für die Formel 1 - Zak Brown glaubt, den Grund dafür zu kennen

Die Netflix-Dokumentation "Drive To Survive" hat sich für die Formel 1 und auch den Streaminganbieter selbst zu einem großen Erfolg entwickelt. Die Königsklasse generierte durch die Serie, die inzwischen in drei Staffeln die Saisons 2018 bis 2020 begleitet hat, ein neues Publikum und erreichte eine Steigerung der Aufmerksamkeit.

McLaren-CEO Zak Brown hat dies am eigenen Leib erfahren, als er sich mit dem US-amerikanischen Fernsehmoderator Michael Strahan in New York traf. "Er kam in einem New Yorker Restaurant zu mir. Ein sehr höflicher Typ, der McLaren mag. Und das Erste, was er zu mir sagte, war: 'Ich habe dich bei Netflix gesehen!' Daher denke ich, das hat einen Unterschied gemacht, besonders in den USA", sagt Brown.

Doch warum interessieren sich so viele Menschen für diese Doku-Reihe? Ein Grund dafür ist laut Brown auch etwas, das der Formel 1 früher vorgeworfen wurde - ihre Verschlossenheit. "Das Spannende an der Formel 1 ist, dass sie sich abschottet. Man konnte nicht nach innen blicken", sagt Brown.

Brown: Verschlossenheit der Formel 1 ließ Interesse steigen

Dies sei ein großer Unterschied zur IndyCar-Serie oder zur NASCAR, die den Fans bereits größeren Zugang ermöglichen. Bei der Formel 1 hingegen gab es viele Geheimnisse und Fragen, die bis dato unbeantwortet blieben. "Die Leute wollten seit Jahren sehen, was im Formel-1-Paddock so los ist. Aber das war ihnen nicht gestattet. Jetzt aber haben wir unsere Tore geöffnet und viele staunen", sagt Brown.

Erst seit der Übernahme der Formel 1 durch Liberty Media 2017 ist die Rennserie prominent in den sozialen Medien vertreten. Unter dem langjährigen Patron Bernie Ecclestone spielten diese Entwicklungen keine Rolle, er sah in diesen neuen Medien nur eine vorübergehende Erscheinung.

Mit der zunehmenden Öffnung der Formel 1 durch Liberty habe auch das Interesse an der Formel 1 zugenommen, glaubt Brown: "Das hat Liberty die Möglichkeit gegeben, den Sport sehr schnell wachsen zu lassen und Dinge wie Netflix zu machen."

Netflix-Doku wird auch kritisch gesehen

Brown gilt schon länger als großer Befürworter der Zusammenarbeit mit Netflix und nahm die Produzenten auch gegen Kritik aus dem Formel-1-Fahrerlager in Schutz. "Ich denke, Netflix war großartig für die Formel 1", sagte er jüngst. Große Diskussionen gab es aber über die Verteilung der Einnahmen aus dem Netflix-Deal unter den Teams.

Das Unternehmen Nielsen Sports schätzte zuletzt, dass die Formel 1 unter Beibehaltung des aktuellen Wachstumskurses im Jahr 2022 mehr als eine Milliarde Menschen erreichen könnte. Faktoren dieser zunehmenden Aufmerksamkeit seien zahlreiche E-Sport-Aktivitäten und auch die Verbreitung bei Netflix.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Der brandneue Audi Nuvolari teilt offenbar seine Basis mit dem Lamborghini Temerario: Genau daraus könnte das nächste GT3-Auto von Audi entstehen

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

1. Training Monaco: Leclerc Schnellster

Hadjar sorgt für ersten heftigen Einschlag

Charles Leclerc zweimal in der Auslaufzone, Isack Hadjar spektakulär in der Leitplanke: Beim ersten Freien Training in Monaco wurde es turbulent

Keine umklappenden Flügel

FIA streicht für Monaco aktive Aerodynamik

Die FIA hat beim Formel-1-Rennen in Monaco keine Zonen für den Straightline-Modus vorgesehen, weshalb es in Monte Carlo keine umklappenden Flügel geben wird

24h Nürburgring, Spa, Zandvoort

Das irre Wochen-Triple für viele DTM-Stars

Zwei Drittel der DTM-Piloten mussten zuletzt eine Horrorwoche im Cockpit absolvieren - Auf dem Plan standen die 24h Nürburgring, Spa und Zandvoort