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Mercedes ändert Saisonziel: P3 Mercedes' Ambitionen sind nicht ganz so versteckt wie George Russell hier
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Mercedes ändert Saisonziel: P3 in der WM konsolidieren

Mercedes weiß, dass der Titel-Zug längst abgefahren ist und möchte daher Rang drei festigen - Das Team möchte aber schon bald aus eigener Kraft siegfähig sein

"Der Zug ist schon lange abgefahren", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei 'Sky' über die WM-Aussichten der Silberpfeile in der Formel-1-Saison 2022. 116 Punkte Rückstand hat das Team derzeit auf Branchenprimus Red Bull, in der Fahrer-WM sind es allerdings "nur" 64 Punkte, die George Russell Rückstand hat - das ist in drei Rennen aufholbar.

Allerdings dürfte es nicht gerade wahrscheinlich sein, dass Mercedes in Silverstone wieder zu siegen anfängt, auch wenn die Strecke dem Auto etwas besser liegen sollte als Monaco, Baku und Kanada. "Silverstone war in der Vergangenheit immer gut zu uns. Jetzt ist die Frage, ob das mit dem neuen Auto auch gilt", sagt Wolff.

Er weiß: Je weniger Bodenwellen eine Strecke hat, desto besser funktioniert der W13. Und als erste reine Rennstrecke seit Barcelona besitzt Silverstone durchaus weniger Unebenheiten und spielt Mercedes somit in die Karten. Aber: "Uns fehlt auch unabhängig vom Bouncing einfach Pace", sagt Wolff.

"Das Auto ist in keiner großartigen Position", so der Österreicher weiter. "Also realistisch gesehen werden wir die Weltmeisterschaft jetzt nicht mehr mit großem Vorsprung gewinnen. Vielleicht müssen wir jetzt den dritten Platz in der WM konsolidieren und schauen, was wir lernen können."

Der dritte Platz sollte in der Theorie aber abgesichert sein. Mit 188 Punkten liegt Mercedes deutlich vor den Verfolgern McLaren (65) und Alpine (57), die eine deutlich schlechtere Performance an den Tag legen als die Silberpfeile - McLaren etwa holte in Kanada überhaupt keine Zähler.

Eigentlich ist Platz drei auch nicht der Anspruch von Mercedes, und Wolff gibt zu, dass es für ihn jetzt darum geht, die Erwartungshaltung im Team richtig zu managen.

"Einerseits darf man es nicht abstechen, dass jetzt nichts mehr zu holen ist", sagt er im 'ORF'. "Eine Weltmeisterschaft würde ich nie aufgeben, erst wenn es mathematisch nicht mehr möglich ist. Andererseits kannst du auch nicht zum Rennen kommen und jetzt erwarten, alles in Grund und Boden zu fahren."

Doch Mercedes arbeitet auf ein konkretes Ziel hin - und das nicht erst mit dem W14 in der kommenden Saison. Auch der W13 soll noch seinen Zweck erfüllen und will verstanden werden, bevor man sich um seinen Nachfolger kümmern kann. "Wir wollen Rennen gewinnen - aus eigener Kraft", setzt Wolff das Ziel. "Und ich glaube, das können wir schaffen."

Motorsport-Total.com

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