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Red Bull: Einigung im Budgetstreit? Christian Horner könnte am Freitag ein paar offene Fragen klären
Motorsport Images

Red Bull sagt geplante Pressekonferenz zum Budgetstreit ab

Red Bull könnte eine Einigung mit der FIA für das Vergehen bei der Budgetgrenze erzielen: Eine für Freitag angesetzte Pressekonferenz ist aber abgesagt

Red Bull hat eine für Freitag in Austin angesetzte Pressekonferenz abgesagt. Eigentlich sollte Teamchef Christian Horner dort einige offene Fragen zum Verstoß gegen die Budgetgrenze beantworten, doch das wird vorerst nicht passieren.

Hintergrund ist ein verschobenes Treffen mit FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem, das eigentlich am Donnerstagabend stattfinden sollte. Red Bull befindet sich derzeit in Verhandlungen mit der FIA über ein sogenanntes "accepted Breach-Agreement" (ABA), eine Vereinbarung zur Anerkennung des Regelverstoßes.

Sollte man sich auf ein ABA einigen können, bedeutet das, dass Red Bull seinen Verstoß gegen das Finanzreglement für 2021 einsieht und eine ausgesprochene Strafe der FIA akzeptieren wird. Sollte Red Bull allerdings nicht zustimmen, würde der Fall eine Untersuchung des Cost Cap Adjudication Panel nach sich ziehen.

Seit dem ersten Auftreten der Gerüchte in Singapur hatte Red Bull immer wieder betont, dass man vollstes Vertrauen in seine eingereichten Zahlen habe. Nach dem Japan-Grand-Prix wurde aber neben einem ablauftechnischen Verstoß auch ein "geringfügiger" Verstoß gegen die Budgetgrenze festgestellt.

Zwar gibt es keine offiziellen Angaben, es heißt aber, dass Red Bull die Grenze um 1,8 Millionen US-Dollar überschritten haben soll, was deutlich im Toleranzbereich von fünf Prozent oder etwas mehr als sieben Millionen US-Dollar für einen "minor" Verstoß liegen würde.

Das Team scheint in mehreren Bereichen gegen das Finanzreglement der FIA verstoßen zu haben, das regelmäßig durch Änderungen aktualisiert wurde, die nicht auf der Website der FIA veröffentlicht oder bekannt gemacht wurden. Einer davon ist die Aufteilung der Kosten für das Catering in der Fabrik und an der Rennstrecke.

Darüber hinaus gibt es vermutlich Ungereimtheiten zu Entlassungen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Zusammenhang mit wichtigen Mitarbeitern.

Ein Thema, das direkter mit den Kosten für den Betrieb der Fahrzeuge zu tun hat, ist die Aufteilung des Wertes nicht verwendeter Ersatzteile. Diese wurden am Ende der Saison an die Heritage-Abteilung übergeben, um sie für Show-Autos und eventuelle Tests des Modells 2021 im Jahr 2022 zu verwenden, was nicht unter die Obergrenze fällt.

Es wird davon ausgegangen, dass die FIA im Juni dieses Jahres, drei Monate nachdem die Teams ihre Unterlagen eingereicht hatten, eine Klarstellung darüber herausgegeben hat, wie solche Teile von den Teams zu berücksichtigen sind.

Zudem gibt es auch ein Steuerproblem in Großbritannien, das vermutlich mit dem Verfahrensfehler bei Aston Martin vergleichbar ist.

Sollte Horner am Freitag sprechen, wird erwartet, dass er weitere Einzelheiten zur Position des Teams in allen Bereichen bekannt gibt.

Motorsport-Total.com

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