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"Evolution statt Revolution" Red Bull möchte den RB19 nur weiterentwickeln
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"Evolution statt Revolution": So will Red Bull die Konzept-Kopien schlagen

Red Bull will den RB20 als Evolution des erfolgreichen Vorgängermodells entwickeln - Der Rennstall erwartet Kopien durch die Konkurrenz

Red Bull setzt in der Formel-1-Saison 2024 auf Kontinuität, denn der Rennstall plant keine großen Neuerungen am RB20, dem Nachfolger des Meisterautos der Saison 2023. Das Team erwartet von der Konkurrenz zahlreiche Kopien des erfolgreichen RB19, weshalb Red Bull hofft, mit einer starken Evolution weiterhin die Nase vorne zu haben.

In Milton Keynes wird bereits eifrig am Nachfolger gearbeitet, der in wenigen Monaten vorgestellt werden soll. Basis ist das Auto von 2023, mit dem Max Verstappen Weltmeister wurde. Der Niederländer war dabei so dominant, dass er die Konstrukteurswertung auch alleine gewonnen hätte, doch mit den zusätzlichen Punkten seines Teamkollegen Sergio Perez lag Red Bull sogar sehr deutlich vorne.

Red Bull entwickelt schon seit einiger Zeit an der neuen Version, denn der Fokus hat sich schnell auf das Auto für 2024 verlagert. Grund dafür war die klare Überlegenheit des Rennstalls in der Saison 2023, weshalb keine großen Entwicklungen mehr nötig waren. In der Basis wurden die Ressourcen daher schnell auf das kommende Jahr verteilt.

Konkurrenz feilt an Lösungen

Dennoch wird es für Red Bull kein Selbstläufer sein, auch in der Saison 2024 an der Spitze zu stehen. Die Konkurrenz hat den RB19 genau studiert und sich inspirieren lassen. Deshalb rechnet das Meisterteam mit Kopien seines Konzepts, vielleicht findet aber auch ein anderer Rennstall einen neuen Geheimtipp, der Erfolg verspricht.

Teamchef Christian Horner spricht beim RB20 von "Evolution statt Revolution". "Alle Bereiche des Autos werden überarbeitet", so der Red-Bull-Strippenzieher weiter. "Wir können uns keine Arroganz erlauben. Es wird eine Evolution der Basis, denn wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Das ist der Weg, den die Ingenieure in den vergangenen zwölf Monaten gegangen sind."

Der RB19 stand in 21 von 22 Rennen auf Platz eins, doch Horner erwartet ab 2024 einen engeren Kampf um die Titel. Die Konkurrenz schläft nicht und laut dem Teamchef ist es einfacher, die Lücke zu schließen, als den nächsten großen Schritt nach vorne zu machen. Zudem erwartet er, dass die anderen Teams das Erfolgskonzept einfach kopieren werden.

Kommt jetzt das große Aufholen?

"Wir haben die Lernkurve schneller erklommen als die anderen", so Horner. "Aber aufgrund der konstanten Regeln denke ich, dass die anderen jetzt aufholen und die Kurve abflachen wird. Es ist immer ein Neuanfang, wenn ein neues Jahr beginnt, und deshalb glaube ich, dass viele Autos dem RB19 ähneln werden. Stillstand ist Rückschritt, aber wir sind in einer Position, in der die Vorteile schmelzen werden."

Aufgrund der Dominanz in der Saison 2024 war Red Bull eines der ersten Teams, das sich auf die Entwicklung des Nachfolgers konzentrierte, doch das muss laut Horner kein Vorteil sein. Red Bull könne den Windkanal nicht so oft nutzen wie die Konkurrenz, was ein Nachteil sei. "Wir haben also weniger Praxis als viele unserer Konkurrenten", sagt er. "Wir müssen uns genau ansehen, wie wir die Zeit für den RB20 planen, der auf den Stärken des RB19 basiert."

Motorsport-Total.com

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