MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Keine Strafe für den Weltmeister Max Verstappen in der Startbox vor dem finalen Restart beim Formel-1-Rennen in Australien 2023
Motorsport Images

Erklärt: Warum Verstappens Restart-Position korrekt war

Was die Formel-1-Regeln über die Positionierung der Fahrzeuge in der Startbox sagen und warum Max Verstappen für den Restart in Australien nicht bestraft wurde

Hat Max Verstappen beim finalen Restart im Formel-1-Rennen in Australien 2023 zu weit vorne in seiner Startbox geparkt und sich damit einen unerlaubten Vorteil gesichert? Diese Frage war nach dem dritten Grand Prix des Jahres Gegenstand hitziger Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Aber die kurze Antwort lautet: Nein, Verstappen hat nichts falsch gemacht.

Denn Verstappen, obwohl leicht schräg und weit vorne in seiner Startbox platziert, befand sich dabei innerhalb der zulässigen Toleranzen, wie sie im Sportlichen Reglement der Formel 1 festgelegt sind. Auch die in den Asphalt eingelassenen Sensoren haben kein Fehlverhalten festgestellt.

Maßgeblich für die Beurteilung der Szene ist Artikel 48.1 c) im Regelwerk. Darin heißt es, ein Fahrer werde bestraft, "wenn sich ein Teil der Auflagefläche der Vorderreifen außerhalb der Linien [der Startbox] befindet, wenn das Startsignal gegeben wird".

Verstappen am Limit, aber gerade so!

Aufnahmen der Situation zeigen Verstappens Red Bull RB19 und wie die Vorderreifen teilweise über die Linien hinausragen. Aber entscheidend ist: Die Auflageflächen der Reifen tun es nicht, auch nicht zum Teil. Verstappen hat das Limit einfach nur extrem ausgenutzt - ob absichtlich oder nicht, das muss dahingestellt bleiben.

Er selbst sagte nach dem Rennen in der Pressekonferenz: "Um ehrlich zu sein, ich glaube, ich habe etwas zu spät gebremst und dann meinen Referenzpunkt ein bisschen aus den Augen verloren. Dann sah ich nochmal hin und dachte mir: 'Da ist ja noch etwas Platz.' Dann bin ich nochmals ein Stück vorgefahren."

Aus seiner Sicht sei er "auf dem Limit" gewesen mit seiner aggressiven Positionierung in der Startbox. "Aber: Auf dem Limit ist auf dem Limit und nicht darüber", sagt Verstappen weiter. "Außerdem war es am Ende ziemlich schwierig mit der Sonne, die Sicht vor Kurve 1 und Kurve 3 war besonders schwierig."

Der Unterschied zu Ocon und Alonso

So oder so: Verstappens Szene unterscheidet sich von ähnlichen Zwischenfällen in diesem Jahr, bei denen Esteban Ocon von Alpine und Fernando Alonso von Aston Martin in Bahrain und Saudi-Arabien bestraft worden waren - Ocon war zu weit vorgefahren, Alonso mit dem linken Vorderreifen außerhalb der Startbox gewesen.

Als Reaktion auf den Alonso-Zwischenfall sind für Australien übrigens die Startboxen der Formel 1 um 20 Zentimeter verbreitert worden. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass Verstappen mehr "Spielraum" hatte, um sein Auto in der Startbox auszurichten.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

24h Daytona 2026: Bericht

24h-Hattrick für Porsche #7

Dritter Sieg in Folge für den Penske-Porsche #7 in Daytona - Strategiefehler und starker Cadillac verhindern Doppelsieg - BMW holt überraschenden GT-Sieg

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Motorenstreit in der Formel 1

Vorwürfe gegen Mercedes: Toto Wolff reagiert

Toto Wolff stellt klar, dass der Mercedes-Motor absolut legal sei - Die Konkurrenz wolle mit gegenteiligen Behauptungen womöglich von eigenen Fehlern ablenken

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen