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Beim Grand Prix in China wurde es kurz brenzlig Max Verstappen feiert in China den vierten Saisonsieg
Motorsport Images

Red Bull: Zwei Runden vor Schluss um Verstappens Sieg "gezittert"

Bei Max Verstappen lief am Sonntag in China alles wie am Schnürchen, erst zwei Runden vor Schluss musste der Niederländer noch einmal zittern

Da ist er wieder, der seidene Faden. Der seidene Faden, den Mercedes in seiner Dominanzphase gerne bemüht hat, um zu sagen, wie knapp Lewis Hamilton bei seinem Sieg vor dem Aus stand. Auch bei Red Bull machte man sich in der Schlussphase Sorgen um den Sieg von Max Verstappen - allerdings wegen Einflüssen von außen.

Denn Sauber-Pilot Guanyu Zhou hatte sich wenige Runden vor dem Ende die Endplatte seines Frontflügels an Kevin Magnussen abgefahren, die dann vor der Haarnadel auf der Strecke lag. Und Max Verstappen hatte dieses Teil kurz vor Ende anscheinend erwischt.

Zumindest meldete er am Funk: "Ich bin vielleicht über ein paar Trümmerteile gefahren, bitte checkt meinen Reifen." Sein Renningenieur Gianpiero Lambiase teilte ihm aber mit, dass alles okay sei und dass er am besten auf der Ideallinie bleiben soll.

"Wir haben etwas gezittert", sagt auch Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber Sky.

Denn Verstappen kennt das Drama eines späten Reifenschadens: In Baku 2021 war er auch in Führung liegend mit einem Reifenschaden abgeflogen und schied aus. "Ich bin mit 300 drübergefahren, und wenn die Reifen kalt und alt werden, dann kann man sich leicht einen Reifenschaden einfangen", so der Niederländer. "Daher wollte ich sichergehen."

Ganzes Wochenende "fantastisch"

Ansonsten gab es beim vierten Saisonsieg im fünften Saisonrennen des dreimaligen Weltmeisters keine weiteren Dramen - außer einem kleinen Verbremser beim zweiten Neustart in Kurve 6 hinein. "Das war nicht ideal", gibt er zu.

Doch abgesehen davon war es für Verstappen am Sonntag ein gelungener Nachmittag. Er blieb am Start vorne, konnte sich absetzen, wurde vom Safety-Car wieder eingefangen und setzte sich nochmal ab.

"Das ganze Wochenende fühlte sich fantastisch an", sagt er. "Wir waren unheimlich schnell, und es hat einfach Spaß gemacht. Das Auto lag wie auf Schienen, und ich konnte damit tun, was immer ich wollte", lobt er. "Und solche Wochenenden fühlen sich natürlich gut an."

Der Sieg in China freut ihn besonders, weil Schanghai ihm noch auf seiner Siegesliste fehlt: "Das wollte ich definitiv gewinnen", sagt er. "Ich war zwar mal auf dem Podium, gewonnen hatte ich hier aber noch nie. Ich habe definitiv das ganze Wochenende genossen."

Verstappen "auf anderem Planeten"

In der Weltmeisterschaft rennt Verstappen mittlerweile davon. 25 Punkte und damit einen ganzen Sieg liegt er jetzt vor seinem Teamkollegen Sergio Perez, der Dritter wurde. "Wir haben ein sehr gutes Paket und Max fährt absolut fehlerfrei", lobt Marko. "Er ist in jeder Phase, auch vom gesamten Rennüberblick, souverän. Er schont die Reifen und wir können wieder an den WM-Titel denken."

Auch Teamchef Christian Horner ist bei Sky weiterhin voll des Lobes für seinen Star-Piloten: "Max fährt im Moment auf einem anderen Planeten. Seine Form ist einfach fantastisch", sagt er.

"Er ist eins mit dem Auto und hat dieses unglaubliche Gefühl für das Auto und den Grip. Er hat das Selbstvertrauen. Er versteht genau, wann er die Reifen pushen kann und wann er sie besser schont. Und er hat dieses unglaubliche Rennfahrergehirn. Er ist fast übermenschlich", lobt er. "Es ist eine Freude, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er schreibt gerade Geschichte."

Motorsport-Total.com

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