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F1-WM 2008: Massa klagt Felipe Massa hat jetzt offiziell Klage eingereicht
Motorsport Images

Felipe Massa reicht Klage gegen FOM, FIA und Bernie Ecclestone ein

Felipe Massa hat jetzt rechtliche Schritte gegen die FOM, die FIA und Bernie Ecclestone eingeleitet und Klage vor dem Londoner High Court eingereicht

Felipe Massa hat die nächste Stufe gezündet, um Gerechtigkeit für die verlorene Formel-1-Weltmeisterschaft 2008 zu erreichen, und hat am heutigen Montag bei der King's Bench Division des Londoner High Courts in Großbritannien Klage eingereicht.

Diese richtet sowohl gegen das Formula One Management (FOM) als auch gegen den Internationalen Automobilverband FIA und den früheren Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Damit möchte der Brasilianer erreichen, dass das Ergebnis der Formel-1-WM 2008 zu seinen Gunsten gedreht wird und er als Weltmeister anerkannt wird.

"Ich habe immer gesagt, dass ich bis zum Ende kämpfen werde. Da die FIA und die FOM beschlossen haben, nichts zu unternehmen, werden wir versuchen, diese historische Ungerechtigkeit vor Gericht zu korrigieren", bestätigt Massa. "Die Angelegenheit liegt jetzt bei den Anwälten, und sie sind voll und ganz befugt, alles zu tun, was nötig ist, damit dem Sport Gerechtigkeit widerfährt."

Massa wird in dieser Klage von den Anwälten Nick de Marco KC und Kendrah Potts sowie Richard Levett und Daniel Levy von Enyo Law vertreten. Das komplette Team wird außerdem von Bernardo Viana (Vieira Rezende Advogados), Antonio J. Perez-Marques (Davis Polk), Michele Bernasconi (Bär & Karrer) und Olivier Loizon (Gide Loyrette Nouel) gebildet.

In einer Erklärung der brasilianischen Anwaltskanzlei Vieira Rezende Advogados heißt es: "Herr Massa beantragt die Feststellung, dass die FIA gegen ihr Reglement verstoßen hat, indem sie den Unfall von Nelson Piquet jun. beim Großen Preis von Singapur 2008 nicht unverzüglich untersucht hat und dass Herr Massa bei ordnungsgemäßem Handeln in jenem Jahr die Fahrerwertung gewonnen hätte."

"Herr Massa fordert außerdem Schadensersatz für den erheblichen finanziellen Verlust, den er aufgrund des Versagens der FIA erlitten hat, an dem auch Herr Ecclestone und die FOM mitschuldig waren."

"Die Versuche, eine gütliche Einigung zu finden, waren erfolglos, sodass Herr Massa keine andere Wahl hatte, als rechtliche Schritte einzuleiten."

Der Brasilianer hatte die Weltmeisterschaft 2008 knapp gegen Lewis Hamilton verloren und damit seine einzige Chance auf den Titel verpasst. Die Kontroverse dreht sich aber um das Rennen in Singapur, das von Renault manipuliert wurde, um Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen.

Nelson Piquet jun. hatte absichtlich einen Unfall gebaut und so in das Rennergebnis eingegriffen. Bei der Safety-Car-Phase war es zu einer Panne beim Boxenstopp gekommen, in deren Folge Massa weit zurückfiel. Massa kam nur als 13. ins Ziel und holte keine Punkte, Hamilton landete als Dritter auf dem Podest.

Würde man das Rennen aus der Wertung nehmen, hätte Massa in der Endabrechnung mehr Punkte als der Brite.

Neue Nahrung hatte das Thema im vergangenen Jahr erhalten, als Bernie Ecclestone in einem Interview zugab, schon während der Saison von Renaults Betrug gewusst zu haben - genau wie der damalige FIA-Präsident Max Mosley. Ans Licht kam der Skandal aber erst ein Jahr später.

Für Massa war das Anlass, das Thema noch einmal neu aufzurollen. Er wollte Gerechtigkeit und forderte die FIA auf, Stellung dazu zu beziehen - unter Androhung rechtlicher Konsequenzen. Eigentlich wollte er die bereits im vergangenen Sommer umsetzen, passiert ist aber nichts. Bis jetzt.

Jetzt hat der Brasilianer offiziell Klage gegen FOM, FIA und Ecclestone eingereicht.

Motorsport-Total.com

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