MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1 2026 Die FIA will beim Thema Gewicht in Zukunft hart bleiben
Circuitpics.de

FIA will 2026 hart bleiben: Kein Feilschen um Mindestgewicht

Die FIA weiß, dass die Teams gerne ein paar Kilogramm beim Mindestgewicht als Zugeständnis wollen, doch darauf möchte man sich 2026 nicht einlassen

Die FIA möchte in der neuen Regelära ab 2026 nicht mit den Formel-1-Teams um neue Mindestgewichte feilschen, um zu verhindern, dass die Autos langsam aber sicher immer schwerer werden. Denn das, so eine weitläufige Kritik, sind die Formel-1-Boliden schon seit langem.

Das derzeitige Mindestgewicht der Ground-Effect-Autos liegt bei 798 Kilogramm und ist damit weit von den 585 Kilogramm entfernt, die die Boliden in der Saison 2008 gewogen haben - damals aber noch ohne Fahrer.

Ein Großteil der Gewichtszunahme ist auf die Umstellung auf Hybridantriebe mit schweren Batterien sowie auf eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen, darunter stärkere Aufprallschutzstrukturen und das Halo.

Die FIA ist sich jedoch bewusst, dass die Tendenz besteht, dass das Mindestgewicht schleichend ansteigt, weil die Teams Druck auf den Dachverband ausüben, um neue Elemente des Autos zu kompensieren. Dies will die FIA für 2026 vermeiden, da sie es für besser hält, zu Beginn des neuen Regelzyklus ein Gewichtslimit festzulegen und sich dann daran zu halten.

Derzeit sehen die Planungen für 2026 vor, das Gewicht der Autos um 40 bis 50 Kilogramm zu reduzieren, was durch kleinere Autos und Räder erreicht werden soll.

Nikolas Tombazis, Leiter der Formelsport-Abteilung bei der FIA, betont, dass der Verband nicht zulassen wird, dass das einmal festgelegte Gewichtslimit schleichend erhöht wird, nur weil die Teams Schwierigkeiten haben, es zu erreichen.

"Es ist klar, dass es für die Teams immer noch eine Herausforderung sein wird, dieses niedrige Gewicht zu erreichen", sagt er. "Sie werden es nicht leicht haben. Aber wir werden uns an das Gewichtslimit halten, das wir vorgeben, und wir werden nicht wieder nach oben aufpumpen."

Tombazis weiter: "Sie werden sich einfach mehr anstrengen müssen, um das Gewicht zu reduzieren, wenn sie es nicht schaffen können."

Abschaffung des Mindestgewichts nicht geplant

In den letzten Jahren wurde viel über schwere Autos diskutiert, und es gab sogar Vorschläge, die Mindestgewichtsgrenze ganz abzuschaffen, da die Anforderungen an Crashtests heute so streng sind, dass die Sicherheit dadurch nicht beeinträchtigt werden würde.

Doch Tombazis glaubt, dass dies nicht ideal wäre, da es zu einem Ausgabenkrieg führen könnte, bei dem die Teams den Großteil ihrer Ressourcen auf die Suche nach leichten Komponenten verwenden.

"Es wurde schon ein paar Mal diskutiert, ob wir das Gewichtslimit brauchen", sagt er. "Aber wir glauben, dass eine völlige Abschaffung zu einem nicht enden wollenden Kampf um Gewichtsreduzierung führen würde. Das könnte unvorhersehbare Folgen haben."

"Was wir also für 2026 vorsehen, ist eine Gewichtsgrenze, die danach nicht mehr geändert wird", betont er.

"Wir werden uns nicht auf dieses ständige Feilschen um ein paar Kilos einlassen, bei dem die Teams sagen: 'Ihr habt die Elektrik hinzugefügt, lasst uns zwei Kilos hinzufügen', oder 'Die Reifen sind ein bisschen schwerer, lasst uns noch ein paar Kilos hinzufügen' und solche Dinge. Das werden wir nicht tun."

"Die Teams werden an diesem Limit arbeiten müssen. Und ich denke, dass es 2026 einige Teams geben könnte, die ein wenig zu viel Gewicht haben werden."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Nach der wetterbedingten Verschiebung des ursprünglich gedachten Saisonauftaktes zum Bergrallyecup 2024 am Köberlberg in Lödersdorf, sind heuer die Gipfelstürmer beim Auftakt in der steirischen Toscana zu Gast.