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Norris erklärt seine Titelmentalität Vergleiche mit Oscar Piastri oder Max Verstappen sind Lando Norris egal
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Norris erklärt seine Titelmentalität: "Vergleiche interessieren mich nicht"

Am Sonntag reihte sich Lando Norris in die Riege der Formel-1-Weltmeister ein, doch an Vergleichen oder persönlichen Rivalitäten ist der Brite nicht interessiert

Mit seinem ersten Formel-1-Weltmeistertitel hat Lando Norris am Sonntag in Abu Dhabi ein Stück Motorsportgeschichte fortgeschrieben. Doch wer erwartet, dass der 25-Jährige sofort in Vergleiche mit Max Verstappen, Oscar Piastri oder anderen Namen der Königsklasse einsteigt, sieht sich getäuscht.

Norris macht unmittelbar nach dem Titelgewinn deutlich, dass Ranglisten und Debatten darüber, wer der größte Fahrer aller Zeiten ist, für ihn keinerlei Bedeutung haben.

"Ich hasse Vergleiche mit anderen Fahrern", stellt der frisch gebackene Champion klar. Auf die Frage, wie es sich anfühle, Verstappen, den er selbst in dieser Saison mehrfach als "den vielleicht besten aller Zeiten" bezeichnet hatte, im WM-Kampf geschlagen zu haben, reagierte der Brite bewusst zurückhaltend.

Norris: "Max hat das optimal genutzt"

Es sei nicht seine Aufgabe, Fahrer miteinander zu messen. "Das ist alles für euch da draußen. Ihr entscheidet, wer besser fährt oder wer das schlechtere Auto hat und trotzdem mehr herausholt. Schreibt, was ihr wollt", entzieht sich Norris der Debatte.

Der Brite betont, dass er nur versuche, an jedem Wochenende seine beste Leistung abzurufen. Er selbst habe das Gefühl, "an manchen Momenten besser gefahren zu sein, als es andere könnten". Aber ebenso räumt er ein, Fehler gemacht zu haben.

"Habe ich mehr Fehler gemacht als andere? Ja", sagt er offen. Genauso gebe es Dinge, die Verstappen manchmal besser mache. "Glaube ich, dass er unschlagbar ist? Nein."

"Aber es ist schwer zu wissen", räumt Norris ein. "Sie hatten in der Mitte der Saison mit dem Auto zu kämpfen, dann aber eine unglaubliche zweite Saisonhälfte. Sie haben die Tatsache ausgenutzt, dass wir zu zweit [Norris und Piastri] um die Weltmeisterschaft kämpfen. Er hat das wirklich optimal genutzt."

Umso mehr freue es ihn, sich gegen einen Fahrer dieses Kalibers behauptet zu haben: "Ich bin sehr glücklich, dass ich gegen ihn fahren durfte und versuchen konnte, mich gegen ihn zu beweisen." Dennoch hätten persönliche Rivalitäten für ihn keinerlei Reiz.

Was Norris glücklicher macht als der Titel

"Meine Motivation ist nicht, zu beweisen, dass ich besser bin als jemand anderes. Das macht mich nicht glücklich", erklärt der Brite. Er werde deshalb nicht aufwachen und denken: "'Ich bin so glücklich, weil ich Max geschlagen habe.' Das ist mir egal."

Auch potenzielle Schlagzeilen über angeblich bessere Teamkollegen oder überlegene Gegner lassen ihn kalt. "Wenn ihr denkt, Oscar ist besser oder irgendwer sonst, spielt das keine Rolle für mich. Ich habe getan, was nötig war, um Weltmeister zu werden. Das ist alles. Und ich habe meine Leute glücklich gemacht."

Genau das sei am Ende, worauf es wirklich ankommt, betont Norris: "Klar kann ich mir jetzt sagen: Ich bin Weltmeister. Das bringt mich vielleicht zum Lächeln, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Meine Mum, mein Dad, meine Geschwister und Freunde sind glücklich. Und das ist alles, was ich in meinem Leben brauche."

Motorsport-Total.com

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