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Energie-Management in der F1? Alexander Albon glaubt, dass die Fahrer 2026 mehr gefordert werden
Getty Images North America

Alexander Albon: Formel 1 könnte 2026 ein bisschen wie die Formel E sein

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära voller Unbekannter. Das neue Reglement könnte die Rennen in der Königsklasse in diesem Jahr grundlegend verändern und vor allem die Fahrer vor neue, ungewohnte Herausforderungen stellen.

"Ich glaube, es wird anders sein als alles, was wir bisher gemacht haben", blickte Williams-Pilot Alexander Albon schon während der vergangenen Saison auf die neue Regel-Ära voraus. "Wir werden uns daran gewöhnen, das ist der Job des Fahrers, aber es wird Zeit brauchen."

"Nehmen wir zum Beispiel unsere Winterpause: Ich glaube nicht, dass wir sie so entspannt verbringen werden wie in den letzten Jahren, in denen wir hauptsächlich Training gemacht haben", erinnert der Thai-Brite auch daran, dass die ersten Testfahrten bereits Ende Januar stattfinden.

Und weiter: "Ich denke, es wird deutlich mehr Fokus auf Simulatorarbeit geben, die wir über den Winter erledigen müssen, um wirklich zu verstehen, wie alles funktioniert, verschiedene Fahrstile auszuprobieren und herauszufinden, wie es am besten funktioniert."

Alexander Albon sieht Parallelen zur Formel E

Laut Albon wird die größte Änderung das erweiterte Energiemanagement sein, das die Fahrer künftig stärker fordern wird. Die individuelle Fahrweise könne einen großen Einfluss auf Verbrauch und Energierückgewinnung haben, glaubt der Williams-Pilot.

"Es ist im Moment noch sehr früh, aber schauen Sie sich die Formel E als eine extremere Version an dessen, wohin wir gehen werden", meint Albon. "Man kann sehen, wie die Fahrer Rennen und Qualifying manipulieren, Energie einsetzen und alles Mögliche tun, um Performance zu gewinnen."

"Es wird nicht ganz so extrem sein, aber es wird ein Element geben, dass Fahrer, die die geistige Kapazität haben, all diese Anforderungen zu verstehen und umzusetzen, sehr erfolgreich sein werden." Denn ab 2026 wird es nicht mehr nur darauf ankommen, möglichst schnell zu sein und viel Vollgas zu geben.

Müssen die Fahrer in Zukunft Energie sparen?

Ähnliche Bedenken hatte auch Ex-McLaren-Testfahrer Gary Paffett schon vor einigen Monaten geäußert. "Wenn die Teams die verfügbare Energie auf verschiedenen Geraden unterschiedlich einsetzen, könnte das einen großen Unterschied machen", sagte der Brite in einem Video von Canopy Simulations.

"In der Formel E gibt es einen Punkt, an dem viel 'Lift-and-Coast' betrieben wird, um Energie zu sparen", erinnert Paffett, der selbst in der Formel E gefahren ist. Die Vermutung liegt nahe, dass die Fahrer vor allem zu Beginn der Rennen dichter zusammenbleiben werden, um Energie zu sparen, ähnlich wie in der Formel E.

Wie die optimale Strategie aussieht und welche Aufgaben die Fahrer in dieser Saison erwarten, wird sich aber wohl erst noch zeigen. "Bei Williams haben wir zum Beispiel eine aktive Arbeitsgruppe, die sich genau damit beschäftigt", verrät Albon.

"Wie können wir die Fahrer bestmöglich vorbereiten und ihnen so viele Informationen und Vorbereitung wie möglich für das nächste Jahr geben?" Welche Teams und Fahrer über den Winter die richtigen Vorbereitungen getroffen haben, wird sich beim Saisonauftakt in Melbourne zeigen.

Motorsport-Total.com

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