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GP von Belgien: Freies Training Kimi Antonelli holt sich die Bestzeit am Freitag in Spa
Speedpictures

Verstappen-Steine und Gasly-Unfall sorgen für Rot!

Kimi Antonelli holte sich die Bestzeit am Freitag in Belgien - Zweimal musste die Session unterbrochen werden, wobei einmal Max Verstappen der Auslöser war

Nachdem Mercedes in der ersten Session noch nicht weit vorne zu finden war, wendeten die Silberpfeile im zweiten Training in Spa-Francorchamps am Nachmittag das Blatt und holten sich die Bestzeit.

In einer von zwei roten Flaggen unterbrochenen Session fuhr WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli eine Zeit von 1:45.944 Minuten und war damit knapp zwei Zehntelsekunden schneller als Lando Norris, der im McLaren Rang zwei belegte.

Erst dahinter kamen die beiden Schnellsten der ersten Session: Max Verstappen (Red Bull) war als Dritter bereits eine knappe halbe Sekunde zurück, Lewis Hamilton (Ferrari) fehlten bereits siebeneinhalb Zehntel, was dennoch zu Rang vier reichte.

Hamiltons Teamkollege Charles Leclerc war mit 1,5 Sekunden Rückstand sogar nur auf Rang elf zu finden, während Oscar Piastri nach seinem Hydraulikdefekt in der ersten Session nur elf Runden zum Fahren kam und hinter Isack Hadjar (Red Bull) Sechster wurde.

George Russell (8.) fehlten auf seinen Teamkollegen sogar 1,3 Sekunden, sodass er sogar hinter Franco Colapinto (7./Alpine) landete. Wie so häufig belegten die beiden Racing Bulls von Arvid Lindblad und Liam Lawson die hinteren beiden Top-10-Positionen.

Nico Hülkenberg wurde in seinem Audi mit 2,4 Sekunden Rückstand nur 17. Das große Sorgenkind waren wieder einmal die Aston Martins, denen mehr als fünf Sekunden auf die Spitze fehlten - 1,5 Sekunden waren es zu Cadillac.

Die Session musste durch zwei rote Flaggen unterbrochen werden: Erst musste die Strecke von Kies gesäubert werden, den Max Verstappen aufgewirbelt hatte, später gab es einen Unfall von Pierre Gasly.

Warum gab es die erste rote Flagge?

Nach zwölf Minuten wurde dem Treiben plötzlich ein Ende bereitet. Ein stehendes oder verunfalltes Auto war jedoch nicht der Grund dafür, stattdessen musste die Strecke vom Kies befreit werden.

Der (Mit-)Schuldige: Max Verstappen. Der Niederländer war auf einer schnellen Runde in Kurve 14 etwas weit rausgekommen und hatte dabei eine Menge Steine auf den Asphalt geschaufelt, der erst einmal beseitigt werden musste.

Nach einer kurzen Pause von rund fünf Minuten konnte es aber regulär weitergehen.

Warum gab es die zweite rote Flagge?

Eine Viertelstunde vor Schluss gab es den ersten größeren Einschlag des Wochenendes. Pierre Gasly rollte plötzlich ohne Heckflügel und mit abgeknicktem rechten Hinterrad über die Strecke und parkte seinen Alpine A526 zwischen den Kurven 14 und 15.

Der Franzose war am Ausgang von Kurve 13 etwas in den Kies gekommen und rausgezogen worden. Zuvor hatte er kurz gegenlenken müssen, weswegen ihm der Platz auf der Strecke ausging. Gasly touchierte mit der rechten hinteren Fahrzeugseite die Streckenbegrenzung und drehte sich daraufhin noch einmal. Er blieb zum Glück unverletzt.

"Ich habe es einfach aus dem Nichts verloren", funkte Gasly an sein Team. "Ich muss das Heck verloren haben."

Was sagen die Longruns?

Durch die rote Flagge in der Schlussphase fielen die Longruns in Belgien diesmal ziemlich kurz aus. Mercedes und Red Bull hatten von den Topteams davor noch die meisten Runden drehen können. Antonelli war mit durchschnittlich 1:51,5 Minuten der schnellste der Spitzenfahrer, gefolgt von Verstappen, der mit 1:51,8 Minuten drei Zehntel langsamer war.

Russell fehlte ein weiteres Zehntel auf Verstappen, während Hadjar diesbezüglich einiges hinterher hing - wobei unterschiedliche Stintlängen gefahren wurden. Mercedes fiel zudem erneut durch einen besseren Reifenverschleiß im Gegensatz zu Red Bull auf.

Bei Ferrari sah die erste Runde ganz gut aus, allerdings kann man ihren Longrun durch die fehlende Distanz kaum bewerten. Somit gibt es vor dem Samstag und dem Sonntag noch einige Fragezeichen zu klären.

Was war bei Max Verstappen los?

Der Niederländer beklagte sich während der Session über die Schaltvorgänge in seinem RB22. "Meine Güte, diese verdammten Schaltvorgänge", schimpfte er am Funk. "Unglaublich, man. Warum sind die so schlecht? Das ist inakzeptabel."

Allerdings schienen sich die Wogen nach der Session schnell geglättet zu haben: "Ich reagiere bei solchen Dingen immer sehr empfindlich, weil ich daran arbeiten und es verbessern will", sagt er auf die Probleme angesprochen.

"Ich glaube, es gab ein Software-Update oder -Downgrade, wodurch es ein bisschen gedauert hat, bis die Schaltvorgänge eingelernt waren, und am Ende wurde es dann auch wieder etwas besser."

Generell habe er keine Probleme mit dem Auto gehabt: "Das Auto lag in einem recht guten Fenster. Im zweiten Freien Training sieht man wahrscheinlich noch ein bisschen mehr den tatsächlichen Abstand, aber das ist nichts Schockierendes oder Unerwartetes", so der viermalige Weltmeister. "Von der Balance her war es ganz okay."

Motorsport-Total.com

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