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Honda erklärt Probleme Die Testfahrten waren für Aston Martin ein Desaster
LAT Images

Das sorgt für Probleme im Aston Martin-Motor

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

Honda hat weitere Details dazu geliefert, warum man die Formel-1-Testfahrten in Bahrain mit Aston Martin vorzeitig abbrechen musste, nachdem "gefährliche" Vibrationsprobleme entdeckt worden waren. Aston Martin hatte bei dem Test die wenigsten Runden aller Teams absolviert, da man täglich Probleme mit dem Antrieb hatte.

Negativer Höhepunkt war dabei der letzte Freitag, als man ein vermindertes Programm ankündigte und anschließend nach sechs Runden schon zusammenpackte. Gegenüber japanischen Medien erklärte der Hersteller nun, dass übermäßige Vibrationen der V6-Verbrennungsmotoren das Batteriesystem massiv beschädigten.

"Die während der Tests beobachteten abnormalen Vibrationen verursachten Schäden am Batteriesystem, was der Hauptgrund für den Abbruch war", sagt Ikuo Takeishi, Leiter von Hondas Rennsportprogramm HRC, über den verkürzten fünften Testtag von Fernando Alonso in Bahrain.

"Wir haben das Auto gestoppt, weil wir das Gefühl hatten, dass es in diesem Zustand nicht weiterfahren sollte. Es war nicht so, dass unmittelbar ein Unfall bevorstand, aber wir haben das Auto gestoppt, weil es gefährlich war", gibt er zu.

"Die Antriebsseite untersucht natürlich die Ursache und arbeitet an Gegenmaßnahmen, während gleichzeitig Maßnahmen auf der Chassisseite umgesetzt werden. Konkret nutzen wir derzeit die Sakura-Batterie auf einem Prüfstand mit montiertem Monocoque und führen aktiv mehrere Gegenmaßnahmen sowie Vibrationsanalysen durch."

Takeishi sagt, dass es noch zu früh sei, um zu sagen, ob ein tatsächliches Problem mit dem Batteriedesign selbst vorliege. Da er jedoch glaubt, dass die Ursache der lähmenden Vibrationen nicht an einem einzelnen Teil liegt, ist Honda besorgt, dass es keine Garantie für eine einfache Lösung gibt.

"Die Vibrationen haben die Batterie beschädigt, daher können wir nicht sagen, ob die Batterie selbst das Problem ist", sagt er.

Auto frühestens in Suzuka "konkurrenzfähig"?

"Man kann sich das so vorstellen, dass das Batteriepaket innerhalb der Karosserie geschüttelt wird. Im Grunde vibriert der Bereich, an dem das Batteriepaket befestigt ist. Wäre dies im Rahmen der Erwartungen geblieben, hätten wir weitere Anpassungen vorgenommen. Stand jetzt vermute ich, dass wir auf eine ziemlich herausfordernde Situation gestoßen sind."

"Wäre die Ursache beispielsweise eindeutig auf das Getriebe oder den Motor zurückzuführen, wäre es viel einfacher zu bewältigen", so Takeishi. "Ich vermute jedoch, dass mehrere Komponenten interagieren und so die Vibrationen erzeugen. Daher ist unklar, ob die Behebung eines Teils allein das Problem lösen wird. Wir können nicht ausschließen, dass sich dies hinzieht. Dennoch bin ich fest entschlossen, es schnell zu beheben."

Das bedeutet, dass Aston Martin und Honda in der Anfangsphase der Saison 2026 wahrscheinlich noch erheblich beeinträchtigt sein werden: "Ich strebe an, die Vibrationen vor dem Saisonauftakt zu reduzieren, aber ich beabsichtige, das Auto vor Suzuka in einen konkurrenzfähigen Zustand zu versetzen", sagt Takeishi.

Es besteht eine gewisse Zuversicht, dass die Antriebseinheit in einem viel besseren Zustand sein wird, sobald das Vibrationsproblem unter Kontrolle ist, aber Takeishi räumt ein, dass Honda derzeit nicht in der Lage sei, "aktiv über Performance zu sprechen".

Honda betont Zusammenarbeit

HRC-Präsident Koji Watanabe erklärt jedoch, dass der japanische Hersteller und Aston Martin gelassen zusammenarbeiten würden, um den schwierigen Start zu überwinden.

"Die jüngsten Vorsaisontests in Barcelona und Bahrain waren, offen gesagt, extrem herausfordernd für uns", so Watanabe. "Wir konnten nicht das Leistungsniveau erreichen, das wir erwartet hatten, und eine komplexe Reihe von Problemen wurde offensichtlich. Diese Tests waren jedoch auch ein entscheidender Prozess, da sie es uns ermöglichten, diese Herausforderungen zu visualisieren."

"Es mag verschiedene Probleme auf beiden Seiten geben, aber wir streben eine langfristige Partnerschaft an. Zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich, dass wir in unserem Wunsch vereint sind, die Dinge als ein Team zu lösen", sagt er weiter.

"Ich habe sehr positive Telefongespräche mit dem Vorsitzenden Lawrence Stroll und Adrian Newey darüber geführt, wie die Situation gelöst werden kann. Angesichts des nahenden Saisonauftakts versteht es sich von selbst, dass wir unser Bestes tun werden, um sicherzustellen, dass wir für das Rennen in Australien bereit sind."

"Natürlich sind die Fahrer bei den Tests verständlicherweise frustriert, aber das können wir nur durch Leistung ändern."

Motorsport-Total.com

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