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Perez-Beichte Sergio Perez nahm bei Red Bull psychologische Hilfe in Anspruch
Motorsport Images

6.000 Pfund für einen Anruf: Die irre Rechnung, die Marko für Perez zahlte

Sergio Perez verrät kuriose Details über seinen Start bei Red Bull: Warum Helmut Marko eine Rechnung über 6.000 Pfund für nur einen Anruf begleichen musste

Sergio Perez kehrt in diesem Jahr mit dem neuen Cadillac-Team in die Formel 1 zurück. Nachdem er die Saison 2025 ausgesetzt hat, blickt der Mexikaner, der in diesem Monat 36 Jahre alt wird, auf seine turbulente Zeit bei Red Bull zurück. In einem neuen Interview enthüllte er nun, wie das Team ihm zu Beginn seiner dortigen Karriere aufgrund des hohen Leistungsdrucks therapeutische Hilfe finanzierte.

Perez stieß 2021 zu Red Bull, nachdem seine Vorgänger Pierre Gasly und Alex Albon im zweiten Auto neben Max Verstappen Schwierigkeiten hatten. Doch auch Perez tat sich schwer und holte in jenem Jahr nur einen Sieg, während Verstappen zehn Grand-Prix-Erfolge feierte und seinen ersten Weltmeistertitel gewann.

"Nachdem ich bei Red Bull ankam und in den ersten Rennen keine Ergebnisse lieferte, sagten sie mir: 'Was du brauchst, ist ein Psychologe, du musst einen Psychologen aufsuchen'", berichtete Perez im Podcast Cracks. Der Mexikaner folgte dem Rat, war jedoch von den Kosten überrascht.

"Eines Tages komme ich in die Red-Bull-Fabrik und sie sagen mir: 'Hey, hier ist eine Rechnung für dich.' Es waren 6.000 Pfund vom Psychologen", so Perez. Das entspricht umgerechnet etwa 7.000 Euro. "Ich sagte ihnen: 'Ah, könnt ihr das an Helmut schicken? Er wird das bezahlen.' Es waren 6.000 Pfund für einen einzigen Anruf", lachte er.

Die Reaktion des Red-Bull-Motorsportkonsulenten ließ nicht lange auf sich warten. "Dann sagt Helmut zu mir: 'Hey, wie ist es gelaufen?'. Ich antworte ihm: 'Perfekt, mit dieser Sitzung sind wir durch.' Und so machten wir drei Jahre lang weiter, oder? Schon vom Psychologen geheilt, begannen die Ergebnisse zu kommen. Nun ja, der Anruf hat funktioniert."

Der mentale Kampf im RB20

Obwohl Perez in den folgenden Jahren regelmäßig auf dem Podium stand und vereinzelte Siege einfuhr, hatte er weiterhin Mühe, mit Verstappen Schritt zu halten. Seine Leistung brach insbesondere 2024 am Steuer des schwierig zu fahrenden RB20 ein, was ihn letztlich sein Cockpit kostete.

Rückblickend gibt Perez zu, dass er in dieser Phase tatsächlich Unterstützung suchte. "In den letzten Jahren war es so viel, dass ich sagte: 'Nun, vielleicht brauche ich wirklich Hilfe, oder? Die Ergebnisse kommen nicht.'"

Er habe überall nach Lösungen gesucht, kannte jedoch die eigentliche Ursache. "Tief im Inneren wusste ich genau, dass man nicht schnell sein kann, wenn man ein Auto hat, bei dem man ständig darüber nachdenkt, was passieren wird, was es tun wird oder in welcher Kurve man crashen wird. Und obendrein hast du dein ganzes Team gegen dich. Öffentlich war das sehr schwierig. Ich glaube, nur jemand, der mental sehr stark ist, kann so etwas aushalten", so Perez abschließend.

Motorsport-Total.com

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