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Trotz Krieg im Nahen Osten Der Formel-1-Auftakt in Australien soll planmäßig stattfinden
LAT Images

Trotz Nahost-Konflikt: Formel-1-Auftakt findet wie geplant statt, aber ...

Der Formel-1-Saisonauftakt in Australien soll trotz der Konflikte im Nahen Osten wie geplant stattfinden: Die "Fans werden keinen Unterschied bemerken", heißt es

Der Krieg im Nahen Osten, der seit Samstag zwischen Israel, den USA und dem Iran tobt, könnte auch Auswirkungen auf die Formel 1 haben: Nachdem der geplante Pirelli-Reifentest bereits abgesagt werden musste, stehen auch hinter den Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) derzeit noch Fragezeichen.

Eine verfrühte Absage ist derzeit allerdings noch kein Thema. "Unsere nächsten drei Rennen sind in Australien, China und Japan und nicht im Nahen Osten - diese Rennen finden erst in einigen Wochen statt", sagte ein Sprecher der Formel 1 gegenüber BBC.

"Wie immer beobachten wir jede Situation wie diese genau und arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen." Dennoch erscheint eine planmäßige Austragung der diesjährigen Formel-1-Rennen in der Golf-Region nach derzeitigem Stand kaum vorstellbar.

Der Iran hatte als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels am Samstag einen Flughafen der US-Armee, nur 15 Kilometer südlich der Rennstrecke, sowie ein Hochhaus in Manama beschossen. In den vergangenen Tagen gab es zudem Raketen- und Drohnenangriffe auf Katar, Dubai und Abu Dhabi.

Australien-GP: "Fans werden keinen Unterschied bemerken"

Die meisten Länder im Nahen Osten haben ihren Luftraum vorerst geschlossen, wovon unter anderem der Dubai International Airport, ein wichtiges Drehkreuz im internationalen Passagierverkehr, sowie der Hamad International Airport in Doha (Katar) und der Abu Dhabi International Airport betroffen sind.

Dennoch hat der Krieg auf den Großen Preis von Australien in Melbourne, der an diesem Wochenende stattfinden soll, keine Auswirkungen. "Die letzten 48 Stunden erforderten einige Umbuchungen von Flügen", bestätigte Travis Auld, Veranstalter des Australien-Grand-Prix, gegenüber der BBC.

Doch die Verantwortung liege größtenteils bei der Formel 1."Sie kümmern sich um die Teams, Fahrer und das gesamte Personal, das hier benötigt wird, um dieses Event möglich zu machen. Es sind ziemlich viele", so Auld. "Meines Wissens ist jetzt alles festgelegt, alle werden rechtzeitig hier sein, und die Fans werden keinen Unterschied bemerken."

Der Auftakt der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ist für den 28. März in Katar geplant. Auch hier wollen die Veranstalter vorerst keine vorzeitige Absage aussprechen, die Situation in der Golf-Region aber genau beobachten und im Ernstfall entsprechende Maßnahmen ergreifen.

FIA-Präsident reagiert auf den Nahost-Konflikt

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem äußerte sich mit großer Besorgnis über die Lage und rief inmitten des geopolitischen Konflikts zu Einheit auf. "Als Präsident der FIA sind meine Gedanken bei allen, die von den jüngsten Ereignissen im Nahen Osten betroffen sind", schrieb bin Sulayem am Montag auf Instagram.

"Wir sind tief betroffen über den Verlust von Menschenleben und stehen den betroffenen Familien und Gemeinschaften bei. In dieser Zeit der Unsicherheit hoffen wir auf Ruhe, Sicherheit und eine schnelle Rückkehr zur Stabilität. Dialog und der Schutz von Zivilisten müssen Priorität bleiben."

"Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Mitgliedsclubs, den Veranstaltern der Meisterschaften, den Teams und Kolleg:innen vor Ort, während wir die Entwicklungen sorgfältig und verantwortungsbewusst beobachten", teilt auch der FIA-Präsident mit.

"Sicherheit und Wohlergehen werden unsere Entscheidungen leiten, wenn wir die bevorstehenden Veranstaltungen der FIA World Endurance Championship und der FIA Formula One World Championship beurteilen. Unsere Organisation basiert auf Einheit und gemeinsamer Zielsetzung. Diese Einheit ist jetzt wichtiger denn je."

Motorsport-Total.com

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