MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Massa Kandidat für Motorsport-Weltrat

Felipe Massa wurde von Brasilien als Mitglied des Motorsport-Weltrates nominiert, doch der scheidende Formel-1-Pilot wägt seine Zukunftsaussichten noch ab.

Felipe Massa könnte nach seiner aktiven Formel-1-Karriere auf die Seite von Automobil-Weltverband FIA wechseln und Mitglied des Motorsport-Weltrates (WMSC) werden. Der brasilianische Verband hat den Williams-Piloten laut FIA-Präsident Jean Todt schon als Vertreter des Landes nominiert: "Brasilien hat sich als Mitglied beworben, und ihr Kandidat ist Felipe Massa", bestätigt Todt in Abu Dhabi.

Der Weltrat ist die mächtigste Instanz der FIA und bestimmt über Regeln der einzelnen Serien. Neben Präsident Todt und seinem Stellvertreter Graham Stoker gibt es sieben sogenannte Vizepräsidenten, weitere 14 gewählte Mitglieder, wie den Deutschen Hermann Tomczyk, und vier ständige Vertreter, wie Tom Kristensen (als Chef der FIA-Fahrerkommission) oder Chase Carey (FOM).

Nun liegt es an der Generalversammlung, die im kommenden Monat tagt, über die Aufnahme des scheidenden Formel-1-Piloten zu entscheiden. Doch Todt, Massas ehemaliger Teamchef bei Ferrari, hätte auch noch andere Alternativen für den Brasilianer in petto: "Ich habe vielleicht noch ein paar andere Ideen für ihn. Ich habe noch zehn Tage Zeit um zu sehen, ob er interessiert ist", so der Franzose.

Gemunkelt wird etwa über eine Botschafter-Rolle, die Massa als dann ehemaliger Pilot ausfüllen könnte. Er selbst macht keinen Hehl daraus, dass ihn eine Rolle für den Wetverband durchaus interessieren würde. "Wenn ich mit meiner Erfahrung helfen kann, dann kann ich das tun", sagt der Williams-Pilot und will weitere Gespräche mit FIA-Vertretern führen. "Wir sollten ein paar Treffen und Ideen haben und dann sehen, was passieren wird."

Nur eine Rolle schließt Massa von vornherein aus: Er möchte kein Rennkommissar werden und über Strafen für seine heutigen Kollegen entscheiden. "Wenn ich anderen beim Fahren zuschaue, dann von zuhause aus", betont er. Denn er möchte nach seiner aktiven Karriere erst einmal mehr Zeit zuhause verbringen und kleinere Jobs nebenbei erledigen. "Mit ein paar Unternehmen zusammenarbeiten, ein paar Events machen, und mich auf die nächste Meisterschaft vorbereiten", zählt er auf.

Fahren möchte der 36-Jährige auf jeden Fall weiter - nur eben nicht in der Formel 1. Bekanntlich hat er die Formel E ins Auge gefasst, die allerdings bereits in der kommenden Woche beginnt - ohne Massa. "Es ist schade, dass er geht", meint Todt. "Er ist noch sehr motiviert zu fahren, von daher bin ich sicher, dass er etwas Gutes finden wird. Wenn er noch etwas zum Motorsport beitragen kann, wäre er von großem Wert."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?

Ferrari zeigt aktive Aerodynamik

Aktive Aero - Fans kritisch: "Billiges Gimmick"

In einem Video können sich Formel-1-Fans die aktive Aerodynamik am Ferrari SF-26 in Aktion anschauen - Nicht alle sind von der neuen Technik begeistert

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen

Auch Haas hat sein neues Formel-1-Auto bereits vor dem Barcelona-Test erstmals auf die Strecke geschickt - Oliver Bearman spulte in Fiorano die ersten Kilometer ab

Kurz vor dem Formel-1-Test in Bahrain hat McLaren das finale Design für den MCL40 von Lando Norris und Oscar Piastri präsentiert: Die Farben sind keine Überraschung

Alex Marquez fährt am dritten und letzten Testtag in Sepang Bestzeit - Auch bei der Sprint-Simulation zeigt der Gresini-Ducati-Fahrer eine starke Pace