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Was macht Gerhard Berger beim AlphaTauri-Launch?

Was macht Gerhard Berger beim AlphaTauri-Launch?

Nur Freund des Hauses oder auf der Suche nach einem Nebenjob? Nachfolger von Helmut Marko will Gerhard Berger jedenfalls nicht werden ...

Foto: ServusTV

Große Spannung vor der Präsentation des "neuen" AlphaTauri-Teams am Freitagabend am Hangar-7 in Salzburg: Gerhard Berger, ehemaliger Chef des damals noch Toro Rosso genannten Rennstalls, wird beim Launch des AT01 anwesend sein - was in Branchenkreisen naturgemäß zu Rätselraten darüber führt, in welcher Funktion er den Event besucht.

Gut möglich, dass Berger die Präsentation nur als Freund von Dietrich Mateschitz und der Marke RB vor Ort verfolgen wird. Schließlich hat er als Chef der DTM nach dem Ausstieg von Aston Martin (R-Motorsport) genug zu tun.

Zumindest an der Rolle von RB-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat Berger "überhaupt kein" Interesse, wie er erst am Dienstag in einem Interview versichert hat.

Marko macht zwar keinerlei Anstalten, demnächst in Rente zu gehen - doch mit 77 Jahren ist er kein Mann für die Zukunft. Sollte seine Position bei RB überhaupt nachbesetzt werden, wäre es wohl langsam an der Zeit, einen potenziellen Nachfolger Schritt für Schritt heranzuziehen und auszubilden.

Berger sieht das anders: "Ich glaube, das ist gar kein Thema", winkt er ab. "Helmut macht das die nächsten fünf Jahre sicher noch so. Wenn ich mit ihm telefoniere, hat er noch nie gesagt, dass er sich langsam überlegt, was er sonst mit seiner Zeit anstellen soll."

"Helmut kennt nur Rennsport, er lebt Rennsport - und er ist für sein Alter noch immer sehr fit. Ich sehe ihn die nächsten fünf Jahre an der Boxenmauer", sagt der 60-Jährige.

"Ich könnte das auch gar nicht, was Helmut kann. Für mich ist es eine außerordentliche Fähigkeit, dass man mit 77 Jahren noch in der Lage dazu ist, alle Rennen abzufliegen und überall dabei zu sein, unter der Woche im Büro zu arbeiten und am Wochenende in China aufzuschlagen. Mit 77! Ich schüttle nur den Kopf, wenn ich Helmut sehe", grinst Berger.

"Ihn hält das fit, ihn hält das am Laufen. Didi ist ja auch schon in den Jahren - und auch fit wie ein Turnschuh! Die Zwei ergänzen sich da perfekt. Das ist ein perfektes Duo", so Berger.

Er selbst habe hingegen nicht mehr die "vollen Batterien, dass ich mir vorstellen kann, in 17 Jahren noch immer nach China oder sonst wohin zu fliegen. Mir ist das jetzt schon zu mühsam."

Dabei kann er als DTM-Chef die meisten Rennen binnen weniger Autostunden erreichen, ohne in ein Flugzeug steigen zu müssen - seinerzeit eines der Argumente, das Berger am Job gereizt hat. Schließlich kümmert er sich vom österreichischen Wörgl aus auch noch um sein Logistikunternehmen, das er einst von Vater Johann geerbt hat.

Der Launch des AlphaTauri AT01 findet am Freitagabend ab 20:00 Uhr statt.

© Motorsport-Total.com

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