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ADAC GT4 Oschersleben: Vorbericht
ADAC Motorsport

Aus BoP-Gründen zurück zum alten Auto

Für das Saison-Finish der ADAC-GT4-Germany-Meisterschaft am kommenden Wochenende in Oschersleben steigt das True-Racing-Team auf jenes KTM-X-Bow-Modell um, das im Vorjahr den Titel holte.

Kaum ist Florian Janits am Sonntagabend nach fünfeinhalb Stunden Fahrzeit vom Lausitzring daheim im burgenländischen Steinberg-Dörfl eingetroffen, muss er sich zumindest gedanklich schon wieder nach Deutschland begeben. Nur eine Woche nach dem letzten Rennwochenende finden am kommenden Samstag und Sonntag die beiden letzten Rennen in der heurigen ADAC-GT4-Germany-Meisterschaft statt. Austragungsort des Finales ist die Motorsport Arena Oschersleben in Sachsen-Anhalt. Ein Rennkurs, der Florian Janits sehr gut bekannt ist. „Dort habe ich schon viele Rennen bestritten. Da kann mich nix wirklich überraschen“, sagt der 22-jährige KTM-X-Bow-Pilot über die 14 Kurven (sieben nach links, sieben nach rechts), die sich auf 3.667 Meter Streckenlänge aufteilen. Schon am Donnerstag ist dort offizieller Testtag für die Teams.

Auf die Mechaniker des oberösterreichischen True Racing Teams wartete nach dem unverschuldeten Crash von Janits‘ Fahrerkollegen Reini Kofler am Sonntag auf dem Lausitzring eine Menge Arbeit. „Das Auto war vorne ziemlich arg beschädigt“, sagt Florian Janits, „ich weiß nicht, ob das Monocoque auch was abbekommen hat.“ Wie aber auch immer – fest steht sowieso, dass der KTM X-Bow, wie er heuer zum Einsatz gekommen ist, den Saisonabschluss nicht bestreiten wird. Janits: „Wir steigen von der Evo-Version um auf das Vorjahrsmodell. Was aber nichts mit der Beschädigung zu tun, sondern taktische Gründe hat.“ Die von vielen Teams ebenso viel diskutierte BoP-Anpassung, die den KTM X-Bow GT4 evo des österreichischen Teams vor allem auf dem Red Bull Ring und in der Lausitz praktisch konkurrenzunfähig gemacht hat, wirkt sich, laut Janits, „beim Meisterfahrzeug des letzten Jahres nicht so sehr aus, weil das anders aufgebaut ist und eine völlig andere Charakteristik hat. Das sollte uns auf dem winkeligen Kurs in Oschersleben wieder in die Erfolgsspur zurückbringen.“ Denn eines ist klar: „Wir wollen uns schon gebührend aus der Saison verabschieden. So wie es sich für ein echtes Topteam eben gehört.“ Der erhoffte Meistertitel ist ja - auch durch die erwähnten Vorschrifts-Manöver - in weite Ferne gerückt. Florian Janits/Reini Kofler liegen mit je 117 Punkten auf Rang vier, zur Spitze fehlen den zweifachen Saisonsiegern 39 Zähler. Ganz geschlagen will sich der 22-jährige Janits freilich trotzdem noch nicht geben. „Unsere Chance ist die, dass wir eigentlich keine mehr haben. Das heißt, wir brauchen auch keine Rechenspiele betreiben. Einfach Gas geben und gewinnen. Und dann schauen wir, wie’s am Ende aussieht.“

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