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DTM: Analyse

BMW rechnet mit Audi-Taktikspielchen ab

Welche Audi-Taktik BMW bei den nächsten Rennen fürchtet und wie man dafür sorgen will, dass Wittmann nicht erneut wie in Brands Hatch neutralisiert wird.

BMW hat in Brands Hatch im Duell gegen Audi weiter an Boden verloren: Obwohl Marco Wittmann beim Samstagrennen siegte, wuchs der Rückstand des auf Platz drei liegenden Audi-Verfolgers um 19 Punkte auf 59 Zähler an. Auch weil Audi seine Piloten geschickt einsetzte, um Wittmann das Leben schwer zu machen.

"Ich konnte nicht viel machen", sagt der BMW-Pilot. "Alle Audis haben mich gecovert. Sie haben all die Spiele gespielt, die für sie notwendig waren. Wenn acht Audis vorne sind, dann haben sie leichtes Spiel. Da können sie uns covern - oder zumindest mich, denn ich bin der erste Verfolger in der Meisterschaft. Sie haben Rene und Nico sehr rasch und problemlos nach vorne gebracht und sich dann auf mich ausgerichtet. Dann ist man irgendwie das Opfer."

Bei BMW rechnet man damit, dass das drei Rennwochenenden vor Schluss nur der Anfang war. "So werden wir das jetzt die nächsten Rennen sehen", fürchtet BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt gegenüber 'ran.de'. "Rene war bestimmt nicht das schnellste Rennauto auf der Strecke, aber er hat gewonnen. So wird man Meister."

Alle gegen Marco Wittmann

Dabei sah es nach den Stopps von Rast und Nico Müller kurzzeitig sogar so aus, als könnte Wittmann, der deutlich früher stoppte, zu seinen Titelrivalen aufschließen, doch dann schoben sich die anderen Audi-Piloten nach ihren Stopps zwischen ihre Markenkollegen und Wittmann. "Das Problem war, dass alle Audi auf mich reagiert haben und ich meinen Reifenvorteil nicht nutzen konnte."

Der Schuss, Wittmann während der Slow-Zone ein zweites Mal an die Box zu holen, ging nach hinten los. Daher wurde der BMW-Pilot nur Zehnter, ist aber überzeugt: "Sie hätten jede Strategie covern können."

Marquardt: BMW hat sich selbst angreifbar gemacht

Marquardt weiß hingegen, dass sich BMW durch die Qualifying-Pleite, als man mit Philipp Eng das beste Auto auf Platz neun brachte, selbst dem Audi-Teamplay auslieferte. "Wir müssen schauen, dass wir im Qualifying einen richtig guten Job machen, denn wir haben uns in Brands Hatch das Leben selbst schwer gemacht", fordert er daher.

"Auf dem Lausitzring kann man glaube ich auch wieder ein bisschen besser überholen mit den zwei langen Geraden. Da müssen wir gucken, dass wir - wenn wir im Qualifying nicht ganz vorne stehen - das im Rennen wieder wettmachen."

Volle Konzentration auf Wittmann?

Wie Wittmann nun seine Titelchancen sieht? "Ich weiß es nicht", zuckt er mit den Schultern. "Ich kann nur alles aus unserem Paket herausholen, aber es liegt nicht alles in meinen Händen."

Ob er angesichts der Audi-Taktik der Meinung ist, dass sich BMW voll auf ihn konzentrieren sollte, anstatt auch Philipp Eng im Titelrennen zu unterstützen? "Da muss man BMW fragen", weicht er aus.

Eng, der mit 77 Punkten Rückstand auf Platz vier liegt, klammert sich währenddessen gegenüber 'ran.de' an einen Strohhalm: "Aufgegeben wird nur ein Brief. Unsere Position ist im Moment nicht sehr gut, aber wir sind immer noch im Kampf. Ich gebe erst auf, wenn es zu Ende ist."

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