MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

IMSA und ACO mit gemeinsamen Reglement

Das scheinbar Unmögliche ist geschehen: Der ACO und die IMSA haben eine einheitliche Prototypen-Topklasse ab 2021 verkündet.

Fotos: Barry Cantrell & Michael L. Levitt/ LAT Images - Moy / XPB

Das scheinbar Unmögliche ist nun doch Realität geworden: Der Le-Mans-Ausrichter ACO und die US-amerikanische Sportwagenbehörde IMSA haben eine gemeinsame Topklasse verkündet. Die bisherige "DPi 2.0" und Le Mans Hypercar (LMH) bilden eine vereinte Topklassse in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und IMSA SportsCar Championship. Die DPi 2.0 wird in "LMDh" umgetauft.

Die neue Einheitsklasse kommt in der IMSA ab 2022 zum Einsatz. In der WEC sind die LMDh-Boliden ab der Saison 2021/22 zugelassen. LMDh steht für "Le Mans Daytona"; das h wurde noch nicht definiert, könnte aber für "Hybrid" stehen.

Die LMDh wird auf der bisherigen DPi-Philosophie aufbauen: Die neue Generation LMP2-Fahrzeuge wird die Basis bilden. Diese wird, auch das wurde nun bekannt, wieder von den vier bisherigen LMP2-Chassisherstellern gebaut (Oreca, Ligier, Dallara und Multimatic). Die Karosserie darf verändert werden, wie es bei der derzeitigen DPi der Fall ist.

Wie von der IMSA im Sommer 2019 beschlossen, wird das neue Fahrzeug über ein Einheits-KERS verfügen, das auf die Hinterachse wirkt. Wer eigene Technologie zur Schau stellen möchte, muss den Weg über die LMH gehen.

Genauere technische Details nannten ACO-Chef Pierre Fillon und sein IMSA-Pendant Jim France bei der gemeinsamen Pressekonferenz noch nicht, sondern vertrösteten auf das Sebring-Wochenende. Schließlich ist das LMDh-Reglement noch nicht finalisiert. Grund für die Verzögerungen waren jene Konvergenzgespräche, die nun in einer Einigung gegipfelt sind.

Die beiden Fahrzeugklassen werden über eine Balance of Performance (BoP) aneinander angeglichen. Eine solche gibt es bereits bei den jetzigen DPi-Regularien und ist auch für die Hypercars vorgesehen.

Einfach wird diese Aufgabe nicht, denn es handelt sich um verschiedene Fahrzeugkonzepte. Die DPi-Boliden bauen auf LMP2-Chassis mit Einheits-Hybrid auf. Auf der anderen Seite stehen die Le-Mans-Hypercars, die entweder als Prototyp von Grund auf aufgebaut werden oder von einem Serien-Hypercar abgeleitet werden können.

Fahrzeuge nach allen drei Philosophien können künftig in beiden Meisterschaften antreten. Für die WEC müssen die Beschlüsse noch vom FIA-Motorsport-Weltrat (World Motor Sport Counsil; WMSC) abgesegnet werden, was aber eine Formalität darstellen sollte.

© Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

GruppeM Racing gewinnt erstmals das Bathurst 12 Hour - Wildes Rennen mit Horrorcrash, Känguru-Kollision und kontroversen Szenen

Bortolotti verlässt Abt!

Grasser zeigt neuen Lambo und Duo 2026

DTM-Star Mirko Bortolotti verlässt Abt nach nur einem Jahr und gibt 2026 sein Comeback beim Grasser-Team: Wer im Temerario-Debütjahr sein Teamkollege wird

Das neue Auto für die Formel-1-Saison 2026 konnte bislang noch nicht fahren, nun hat Williams aber zumindest schon einmal die Lackierung für den FW48 gezeigt

Max Verstappen findet bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain deutliche Worte zum neuen Reglement: Es sei wie "Formel E auf Steroiden" und mache "keinen Spaß"