MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
European Le Mans Series: Saisonrückblick
Inter Europol Competition

Binder bleibt trotz Krisenjahr zuversichtlich

Rene Binder und sein Inter Europol Competition Team haben das Krisenjahr 2020 auf Rang 12 in der Gesamtwertung der European Le Mans Series abgeschlossen. Der 28jährige Tiroler und seine Teamkollegen kämpften nicht nur mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, sondern auch mit einem unüberwindbaren Materialhandicap. Ein Rückblick.

Mit einem Unfall Deines Teamkollegen, Kuba Smiechowski, ging am Sonntagnachmittag in Portimao Deine erste Rennsaison für Inter Europol Competition zu Ende.

Rene Binder: "Ganz ehrlich, meine Enttäuschung hält sich in Grenzen, weil wir von vornherein wussten, worauf wir uns mit dem Ligier einlassen. Ich komme darauf aber gleich noch einmal zurück. Es gab in Portugal eine Rennentscheidende Szene, und zwar einen Reifenschaden, nachdem Kuba (Anm. Smiechowski) eine leichte Kollision mit einem der Autos von United Autosports hatte. Er kam also ein paar Runden vor dem geplanten Boxenstopp herein, dadurch wurde gegen Rennende noch ein weiterer Tankstopp nötig. Außerdem kam nur wenige Augenblicke nach seinem ersten unplanmäßigen Stopp eine Full-Course-Yellow-Phase, sodass etliche Teams fast ohne Zeitverlust nachtanken konnten. Sein Unfall im Finish war auf eine überhitzte Bremsscheibe zurückzuführen."

Schade, denn die Vorzeichen auf ein erfolgreiches Finale standen nicht ungünstig …

Rene Binder: „Stimmt. Ich war Siebter im freien Training und Elfter in einem Qualifying, in dem ich um eine Spur zu viel Untersteuern hatte. Allerdings muss man auch zugeben, dass ohne Ausfälle, vielleicht maximal ein 8. Platz möglich gewesen wäre. Und das ist uns mittelfristig einfach zu wenig."

Man ist lange davon ausgegangen, dass man gegenüber der Konkurrenz von Oreca irgendwann einmal nachrüsten darf, was aber per Reglement nie erlaubt wurde...

Rene Binder: "2021 setzen alle Teams auf Oreca, wobei mir persönlich eine LMP2 Klasse mit drei Chassis-Herstellern, also Oreca, Ligier und Dallara viel lieber gewesen wäre. Ich glaube aber, schon in dem Moment als eine Partnerschaft zwischen Oreca und dem LMP1 Werksteam von Toyota beschlossen wurde, war dieser ungleiche Kampf entschieden."

Du bleibst also dem Langstreckensport erhalten. Bleibst Du auch Inter Europol Competition erhalten?

Rene Binder: "Es gibt noch ein paar offene Fragen, aber es spricht aktuell schon sehr viel dafür, dass wir unsere Partnerschaft fortsetzen. Das Team hat sich in dieser Saison enorm weiterentwickelt und wird mit einem konkurrenzfähigen Auto einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Das erwarte ich aber auch für mich persönlich."

…und das in einer FIA Langstrecken WM, wo Inter Europol im nächsten Jahr an den Start gehen wird?

Rene Binder: "Ob in einer WM oder in einer EM ist mir egal. Ich brauche nur ein konkurrenzfähiges Auto und zwei gute Teamkollegen, dann ist einiges möglich. Ich bleibe jedenfalls zuversichtlich und hoffe, dass ich meine Fehlerquote weiterhin so gering halten kann wie bisher. Denn genau darum geht's in diesem Sport."

Danke für das Gespräch!

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton