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Heimspiel für die Österreicher

Dieses Wochenende biegt die Tourenwagenserie mit dem Rennwochenende auf dem Red Bull Ring (16. bis 18. Oktober) in die entscheidende Phase dieser fünften Saison ein; ein Heimspiel für Harald Proczyk, der seinen Rückstand auf die Spitze verkürzen will.

Johannes Posch

Das erste Auslandsrennen der ADAC TCR Germany in diesem Jahr ist gleichzeitig das erste Heimspiel für etablierte, aber auch neue Akteure in der Serie. Bei dem Rennen wird nämlich nicht nur Harald Proczyk wieder alles dafür tun, nicht seine Chancen auf den Gesamtsieg zu verspielen (nur drei Wochen später steht auch schon das Finale der Saison an), es wird zudem ein rein österreichisch besetztes Team wieder versuchen, ganz vorne mitzumischen: Das Team Wimmer Werk Motorsport, das bereits in Hockenheim dabei war, kehrt mit drei Cupra Leon Competición TCR zurück. Am Steuer werden Felix Wimmer (30), Christian Voithofer (43) und Günter Benninger (59) sitzen.

"Wir haben einige Erkenntnisse gesammelt und sind zuversichtlich, dass wir am Red Bull Ring gut mithalten können", sagte Teamchef Max Wimmer: "Die Strecke ist natürlich sehr schön, wir sind immer gerne dort dabei."

Damit aber nicht genug der hinzukommenden Österreicher: Auch der 26-jährige Sandro Soubek von Mair Racing Osttirol ist mit einem Audi RS3 LMS am Start.

Für Routinier Harald Proczyk (44, HP Racing International), der unweit des Red Bull Rings aufgewachsen ist, kommt das Heimspiel genau zur richtigen Zeit. Er belegt derzeit Platz zwei in der Gesamtwertung und konnte im Vorjahr einen Sieg und einen zweiten Platz in Spielberg einsacken. Eine solche Ausbeute peilt er mit seinem Hyundai i30 N TCR auch an diesem Wochenende an.

"Es ist immer besonders, auf dem Ring zu fahren", sagte der 44-Jährige: "Ich will das Maximum herausholen und freue mich." Mit seinem Kollegen Jan Seyffert (22, Stuttgart) liegt er mit HP Racing International in der Teamwertung ganz vorne, den knappen Acht-Punkte-Vorsprung auf das Team Honda ADAC Sachsen will das Duo weiter ausbauen.

Etwas dagegen hat Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen): Der Tabellenführer, der derzeit elf Punkte mehr auf dem Konto hat als Proczyk, will seine Spitzenposition natürlich nicht aufgeben. Seine bisherigen Leistungen auf der Strecke sprechen aber nicht unbedingt für ein einfaches Wochenende: 2019 wurde er hier 14. und schied zudem einmal aus.

Dahinter lauert Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) mit 22 Punkten Rückstand. Der Finne begrüßt an diesem Wochenende einen alten Bekannten an seiner Seite. Mitchell Cheah (22, Malaysia), 2019 als Junior in der ADAC TCR Germany dabei, ersetzt Nico Gruber (19, Österreich), der zeitgleich für das Team in der WTCR auf dem Hungaroring an den Start gehen wird.

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