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Update 11 zu Zanardi aus Krankenhaus: Aufwachphase hat begonnen
Foto: BMW AG

Update 11 zu Zanardi aus Krankenhaus: Aufwachphase hat begonnen

Alex Zanardi kämpft im Krankenhaus Santa Maria alle Scotte in Siena nach dem schweren Verkehrsunfall mit dem Handfahrrad weiter tapfer...

Infolge des schweren Verkehrsunfalls, in den Alessandro "Alex" Zanardi am späten Freitagnachmittag in Italien verwickelt wurde, wurden seitens des Krankenhauses Santa Maria alle Scotte in Siena mehrere offizielle Statements veröffentlicht. Zudem gab es Pressekonferenzen mit den Ärzten, die nicht als eigene Pressemitteilung erschienen sind. Nachfolgend alle Updates:

UPDATE 11 vom Donnerstag, 16. Juli, 16:03 Uhr: "Das Management der Klinik informiert in Absprache mit der Familie, dass in diesen Tagen die schrittweise Rücknahme der sedoanalgetischen Maßnahmen [Koma kombiniert mit Betäubung] begonnen hat. Nach Rücknahme der Sedierung wird es einige weitere Untersuchungen des fachübergreifenden Teams erfordern, um den Reha-Pfad weiter zu beschreiten. Sein Zustand ist aus kardiorespiratorischer [Herz-] und metabolischer [Stoffwechsel-] Sicht weiterhin stabil, das neurologische [Hirn-] Bild ernst und die Prognose wird weiterhin zurückgehalten."

UPDATE 10 vom Montag, 6. Juli, 16:56 Uhr: "Das Universitätsklinikum in Siena informiert, dass der Patient einer weiteren Operation unterzogen worden ist. Sie wurde von professionellen Mund-/Kiefer-/Gesichtschirurgen sowie Neurochirurgen durchgeführt. Ziel ist gewesen, den Gesichtsschädel zu rekonstruieren und Bereiche zu stabilisieren, die bei dem Unfall am 19. Juni traumatisiert worden waren. Die Operation ist vom fachübergreifenden Team, das sich um den Athleten kümmert, geplant gewesen. Sie erlaubt eine Fortführung des Therapieprogramms. 'Die Frakturen waren komplex', erklärt Professor Paolo Gennaro, Chefarzt der Schädelrekonstruktion des UOC des Krankenhauses. 'Das bedeutet, dass wir vorsichtig vorgehen mussten. Wir haben uns computergestützte, digitale 3D-Technologien zunutze gemacht, um den Patienten zu vermessen. Dieser Fall ist von ziemlich einmaliger Komplexität, obwohl es sich um Frakturen handelt, mit denen wir hier regelmäßig zu tun haben.' Nach der rund fünfstündigen Operation wurde Alex Zanardi wieder auf die Intensivstation verlegt. Er ist nach wie vor ruhig gestellt und wird mechanisch beatmet. Sein Zustand ist aus kardiorespiratorischer [Herz-] und metabolischer [Stoffwechsel-] Sicht stabil und aus neurologischer [Hirn-] Sicht schwerwiegend. Die Prognose wird weiterhin zurückgehalten."

UPDATE 9 vom Dienstag, 30. Juni, 16:50 Uhr: "Bezüglich des klinischen Zustands von Alex Zanardi, der am 19. Juni in die Poliklinik Santa Maria alle Scotte aufgenommen wurde, teilt die Leitung des Universitätskrankenhauses von Siena mit: Nach der zweiten Neurochirurgie, der er sich gestern, Montag, den 29. Juni, unterzogen hat, weist der Patient rund 24 Stunden nach der Operation einen stationären klinischen Zustand und einen aus neurologischer Sicht stabilen Verlauf auf. Das neurologische Bild ist weiterhin ernst. Alex Zanardi befindet sich auf der Intensivstation, wo er sediert und intubiert bleibt. Die Prognose wird zurückgehalten. Im Einvernehmen mit der Familie werden keine weiteren medizinischen Bulletins herausgegeben, sofern es keine wesentlichen Entwicklungen gibt."

UPDATE 8 vom Montag, 29. Juni, 18:12 Uhr: "Das medizinische Personal des Santa Maria alle Scotte Krankenhaus informiert darüber, dass als Teil der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ein CT-Scan [CT = Computertomographie] durchgeführt worden ist. Die Diagnose führte eine neue Entwicklung beim Patienten zu Tage, die einen zweiten neurochirurgischen Eingriff nötig machte. Nach der rund zweieinhalbstündigen Operation wurde Alex Zanardi zurück auf die Intensivstation gebracht, wo er sich weiterhin befindet. Er ist intubiert und liegt im Koma. Sein Zustand ist aus kardiorespiratorischer [Herz-] und metabolischer [Stoffwechsel-] Sicht stabil und aus neurologischer [Hirn-] Sicht ernst. Die Operation stellt einen Schritt dar, der erwartet worden war. Unser professionelles Personal wird die Situation jeden Tag neu bewerten. Im Einvernehmen mit der Familie wird das nächste Bulletin in etwa 24 Stunden herausgegeben."

UPDATE 7 vom Mittwoch, 24. Juni, 11:46 Uhr: "Der Zustand von Alex Zanardi, der am Freitag, den 19. Juni, in die Intensivstation der Poliklinik Santa Maria alle Scotte in Siena eingeliefert wurde, bleibt unverändert. Der Athlet hat die fünfte Nacht im Krankenhaus verbracht, ohne dass sich sein klinischer Zustand in Bezug auf die kardiorespiratorischen und metabolischen Parameter wesentlich verändert hätte. Das neurologische Bild ist nach wie vor ernst. Das Neuromonitoring wird von einem Team, das hauptsächlich aus Anästhesisten, Beatmungsärzten und Neurochirurgen besteht, fortgesetzt und ständig evaluiert. Unterstützt wird [das Team] von einem multidisziplinären Team hinsichtlich der klinischen Bedürfnisse. Der Patient wird stets sediert, intubiert und mechanisch beatmet, und die Prognose wird weiter zurückgehalten."

UPDATE 6 vom Dienstag, 23. Juni, 11:48 Uhr: "Bezüglich des klinischen Zustands teilt die Leitung Universitätsklinik Siena mit, dass der Patient auch die vierte Nacht auf der Intensivstation der Poliklinik Santa Maria alle Scotte in Siena unter stabilen kardiorespiratorischen und metabolischen Parametern verbracht hat. Das neurologische Bild bleibt in seinem Schweregrad unverändert. Der Patient blieb sediert, intubiert und mechanisch beatmet. Eine Verringerung der Narkose wird ab nächster Woche im Zuge der Beurteilung des neurologischen Status in Betracht gezogen. Die Prognose wird weiter zurückgehalten."

UPDATE 5 vom Montag, 13:07 Uhr: "Der klinische Zustand von Alex Zanardi, der sich seit dem 19. Juni im Santa Maria alle Scotte Hospital befindet, ist weiterhin stabil. Die dritte Nacht auf der Intensivstation ist ohne Veränderungen vorbeigegangen. Die kardiorespiratorischen [Herz] und metabolischen [Stoffwechsel] Werte sind unverändert, während das neurologische Bild weiterhin ernst ist. Der Patient liegt im Koma, ist intubiert und wird künstlich beatmet. Die Prognose wird zurückgehalten. Ein Team aus mehreren Disziplinen kümmert sich um den Patienten und wird in den nächsten Tagen über diagnostische und therapeutische Verfahren entscheiden."

Erste Ermittlungsergebnisse liegen vor (Montag, 22. Juni, 12:12 Uhr): Während die Ärzte und Zanardi selbst um sein Leben kämpfen, hat die Staatsanwaltschaft erste Ergebnisse veröffentlicht. Demnach verlor Zanardi mit dem Handfahrrad bei rund 40 km/h die Kontrolle über das Handfahrrad. Der LKW-Fahrer soll noch versucht haben, auszuweichen. Außerdem entkräftet sie Gerüchte um ein Handy, das im Spiel gewesen sein soll.

Notfallarzt äußert Zuversicht (Sonntag, 13:20 Uhr): Zusätzlich zum Statement des Krankenhauses vom Sonntagvormittag ist Doktor Sabino Scolletta, Leiter der Notfallabteilung, wieder vor die Presse getreten: "Wir halten ihn in einem künstlichen Koma, um ihn stabil zu halten. Während der kommenden Tage werden wir damit beginnen, die Narkose abzusetzen, um das neurologische Bild zu evaluieren. Alles wird von der Stabilität des klinischen Bildes abhängen. Wir vertrauen auf die Möglichkeit der Genesung. Er ist ein großartiger Athlet und hat das bereits bewiesen. Der allgemeine Zustand ist stabil und wir sind sehr zufrieden damit, wie sich das klinische Bild entwickelt. Die Tatsache, dass der Zustand zwei Tage nach dem Trauma stabil ist, gibt uns große Zuversicht."

UPDATE 4 vom Sonntag, 21. Juni, 11:32 Uhr: "Hinsichtlich des klinischen Zustands des Athleten Alex Zanardi, der am 19. Juni nach einem Autounfall in die Poliklinik Santa Maria alle Scotte in Siena aufgenommen wurde, teilt der Chefarzt mit: Der Patient hat die Nacht kardiorespiratorisch und metabolisch stabil verbracht. Die Organfunktionen sind ausreichend. Er wird stets sediert, intubiert und mechanisch beatmet. Das laufende Neuromonitoring zeigt eine gewisse Stabilität, aber diese Daten sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da das neurologische Bild weiterhin ernst ist. Die gegenwärtigen Bedingungen der allgemeinen Stabilität erlauben es immer noch nicht, die Möglichkeit unerwünschter Ereignisse auszuschließen, und die Prognose für den Patienten wird daher weiterhin zurückgehalten."

Krankenhaus meldet Schäden am Auge (Samstag, 19:24 Uhr): Bei einer Pressekonferenz mit Doktor Sabino Scolletta, dem Leiter der Notfallabteilung des Krankenhauses, wird Zanardis Zustand weiterhin als "ernst, aber stabil" bezeichnet. Eine neue beunruhigende Information gibt es aber auch: "Der Patient hat eine Augenverletzung. Wir haben um eine Konsultation mit den Augenärzten gebeten. Das Trauma, das er erlitten hat, ist auch ein Gesichtstrauma. Daher ist es wahrscheinlich, dass es visuelle Läsionen geben könnte." Welches Auge betroffen ist und wie schwerwiegend die Situation ist, wurde nicht kommuniziert.

LKW-Fahrer trifft wohl keine Schuld (Samstag, 17:58 Uhr): Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem wurden der LKW-Fahrer befragt und ein Amateurvideo sichergestellt. Ersten Indizien zufolge hat der LKW-Fahrer nichts falsch gemacht und stand auch weder unter Alkohol- noch Drogeneinfluss.

Motorsport-Comeback war bereits fix (Samstag, 15:47 Uhr): Besonders bitter: Alex Zanardi wollte eigentlich im November wieder auf die Rennstrecke gehen. In der italienischen GT-Meisterschaft wäre er in einen BMW M6 GT3 gestiegen. Eigentlich wollte er damit ein positives Zeichen setzen nach hoffentlich gemeisterter COVID-19-Krise. Dieser Plan ist jetzt natürlich erst einmal völlig in den Hintergrund gerückt.

Chefarzt spricht über Zustand und Aussichten (Samstag, 14:55 Uhr): Am Tag nach der Operation äußert sich Zanardis behandelnder Chefarzt, Neurochirurg Giuseppe Olivieri, gegenüber der Presse. Die dreistündige Operation am Freitagabend "verlief so, wie sie verlaufen sollte. Es war die Ausgangssituation, die so ernst war", sagt er und beschreibt den Zustand des Patienten anhand des Statements vom Samstagmorgen: "Das bedeutet, dass er sich in einer Situation befindet, in der man sterben kann. Und in solchen Fällen verbessert sich die Lage langsam im Laufe der Zeit, während eine Verschlechterung ganz plötzlich eintreten kann."

UPDATE 3 vom Samstag, 20. Juni, 10:13 Uhr: "Hinsichtlich des klinischen Zustands des Athleten Alex Zanardi, der am 19. Juni um 18 Uhr nach einem Autounfall in der Provinz Siena in sehr ernstem Zustand in der Poliklinik Santa Maria alle Scotte eingeliefert wurde, teilt der Chefarzt in Siena mit: Der Patient, der am Abend des 19. Juni einer heiklen neurochirurgischen Operation unterzogen und anschließend auf die Intensivstation verlegt wurde, weist stabile hämodynamische und metabolische Parameter auf. Er wird intubiert und durch künstliche Beatmung unterstützt, während das neurologische Bild schwerwiegend bleibt."

UPDATE 2 vom Freitag, 22:38 Uhr: "Hinsichtlich des klinischen Zustands von Alex Zanardi, der aufgrund eines Autounfalls in der Provinz Siena in sehr ernstem Zustand in die Poliklinik Santa Maria alle Scotte eingeliefert wurde, teilt der Chefarzt in Siena mit: Der neurochirurgische und kieferchirurgische Eingriff, dem der Athlet aufgrund des gemeldeten schweren Schädeltraumas unterzogen wurde, begann kurz nach 19 Uhr und endete kurz vor 22 Uhr. Der Patient wurde daraufhin mit einer zurückgehaltenen Prognose auf die Intensivstation verlegt. Sein Gesundheitszustand ist sehr ernst."

UPDATE 1 vom Freitag, 19. Juni, 19:45 Uhr: "Alex Zanardi, Rennfahrer, paralympischer Sportler und TV-Moderator, wurde in sehr ernstem Zustand in die Poliklinik Santa Maria alle Scotte eingeliefert. Er wurde in der Provinz Siena in einen Verkehrsunfall verwickelt. Zanardi wurde mit dem Pegaso-Hubschrauber transportiert und landete um 18:00 Uhr am Krankenhaus in Siena. Er wurde sofort von den Fachleuten der Notaufnahme versorgt und im Schockraum begutachtet. Sein Zustand ist aufgrund der schweren Kopfverletzung sehr ernst und wird derzeit einer heiklen Neurochirurgie unterzogen."

Motorsport-Total.com

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