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MotoGP Portimao: KTM-Pilot Oliveira triumphiert beim Heimrennen Miguel Oliveira zeigte beim Heimrennen eine fehlerfreie Vorstellung
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MotoGP Portimao: Oliveira triumphiert beim Heimrennen, Bradl in den Top 7

KTM-Pilot Miguel Oliveira holt sich beim Heimspiel souverän den Sieg - Jack Miller bezwingt Franco Morbidelli in der letzten Runde - Keine 2020er-Yamaha in den Top 10

Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) hat sich beim Heim-Grand-Prix in Portimao seinen zweiten Sieg in der MotoGP gesichert. Oliveira kontrollierte das Rennen vom Start bis ins Ziel und kam mit einem komfortablen Vorsprung ins Ziel . Um Platz zwei wurde es in der letzten Runde spannend. Jack Miller (Pramac-Ducati) setzte sich gegen Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) durch und wurde Zweiter.

"Nicht real, man träumt von solchen Rennen", kommentiert Sieger Oliveira. "Dass ich das geschafft habe, ist unglaublich. Ich habe keine Worte, um das zu beschreiben. Ich bedanke mich bei allen Fans, die zu Hause zugesehen haben und nicht hier sein konnten."

"Es ist auch mein Abschied von Tech 3. Dass ich ihnen diesen Sieg geschenkt habe, ist etwas Besonderes", erklärt Oliveira. "Meine Familie konnte meinen ersten Sieg nicht vor Ort miterleben. Jetzt haben sie es miterlebt. Es ist ein unglaublicher, sehr emotionaler Tag für mich. Es ist toll, die Saison mit so einem Hoch und dieser Performance zu beenden."

Jack Miller rächt sich für die Valencia-Niederlage

Jack Miller war auch beim Saisonfinale bester Ducati-Pilot. Der Sieg beim Pramac-Abschied war aber außer Reichweite. "Miguel war heute auf einem anderen Level. Ich habe versucht, das Rennen zu managen. Franky und ich sind eine sehr gute Pace gefahren, aber Miguel ist trotzdem weggezogen. Ich habe mein Maximum gegeben. Überholen war schwieriger als erwartet", bemerkt Miller.

"Ich wollte Franky schon früher überholen. In der letzten Runde hat es dann geklappt", berichtet der Australier. "Ich bin sehr glücklich. Gratulation an Miguel. Nächstes Jahr wollen wir noch stärker sein. In den letzten Runden habe ich ein gutes Gefühl für mein Motorrad gefunden. Ich fühle mich für nächstes Jahr sehr gut."

Franco Morbidelli holt weiteres Podium

Morbidelli war trotz der Niederlage im Duell mit Miller zufrieden: "Ein tolles Ende dieser wunderbaren Saison. Der Podestplatz ist großartig. Wir hatten vielleicht etwas Pech, weil nicht alle Augen auf uns gerichtet waren. Das hat uns aber vielleicht geholfen, dass wir uns noch mehr auf uns konzentrieren. Danke an Yamaha und das Team."

"Miguel war heute unschlagbar", stellt Morbidelli klar. "Ich habe versucht, das Potenzial herauszuholen und Jack wegzufahren. Aber das hat leider nicht geklappt. In der letzten Runde hat er sein Vorderrad vorbeigeschoben und ich konnte nicht mehr kontern. Gratulation an ihn."

Dominante Vorstellung von Miguel Oliveira beim Start

Nur vier Fahrer wählten vor dem Rennstart den asymmetrischen harten Hinterreifen aus. Der Rest des Feldes setzte auf den normalen harten Reifen. Die vier Fahrer mit dem asymmetrischen Hinterreifen waren die Suzuki-Werkspiloten Joan Mir und Alex Rins sowie Johann Zarco (Avintia-Ducati) und Danilo Petrucci (Ducati).

Miguel Oliveira teilte sich beim Start die erste Reihe mit Franco Morbidelli und Jack Miller. Den besten Start erwischte Oliveira, der als Führender in die erste Kurve bog. Dahinter reihten sich Morbidelli und Miller ein. Oliveira konnte sich bereits in der ersten Runde leicht absetzen, da sich Morbidelli und Miller um die zweite Position duellierten.

Joan Mir mit zwei Zwischenfällen in der Startphase

Pramac-Ducati-Pilot Francesco Bagnaia rollte noch in der ersten Runde aus und war der erste Pilot, der aus dem Rennen ausschied. Der Italiener wurde von Weltmeister Joan Mir torpediert und hielt sich nach der Rückkehr an die Box seine rechte Schulter. Es wurde berichtet, dass sich Bagnaia durch den Aufprall die Schulter ausgekugelte und dadurch starke Schmerzen spürte.

Mir erlebte einen enttäuschenden Start ins Rennen und fuhr auf den hinteren Positionen. Nach der Kollision mit Bagnaia folgte ein weiterer Zwischenfall mit Johann Zarco in Kurve 3. Mir verlor viele Positionen, weil er seine Suzuki aufrichten musste, um eine Kollision zu vermeiden.

Brad Binder stürzt, Miguel Oliveira setzt sich ab

KTM-Werkspilot Brad Binder war der zweite Ausfall des Rennens. Ein Sturz nach zwei Runden riss den Brünn-Sieger aus dem finalen Rennen der Saison. Deutlich besser lief es für Markenkollege Miguel Oliveira, der sich mit großen Schritten vom Rest des Feldes absetzen konnte. Nach drei Runden lag der Portugiese bereits zwei Sekunden in Führung.

Oliveiras Vorsprung wuchs von Runde zu Runde. Dahinter wurden Morbidelli und Miller von einer halben Sekunde voneinander getrennt. Zwei Sekunden dahinter fuhr Cal Crutchlow (LCR-Honda) auf der vierten Position, geriet aber unter Druck von KTM-Werkspilot Pol Espargaro. Stefan Bradl fuhr mit der Werks-Honda auf der sechsten Position. Johann Zarco stellte den Anschluss an Crutchlow, Espargaro und Bradl her und rundete die Vierergruppe ab.

Nach zehn Runden lag Oliveira vier Sekunden in Führung. Morbidelli und Miller wurden weiterhin von einer halben Sekunde voneinander getrennt. Dreieinhalb Sekunden dahinter fuhr die Vierergruppe, die nun von Pol Espargaro angeführt wurde.

2020er-Yamaha funktioniert auch in Portimao nicht

Überhaupt nicht nach Plan lief das Rennen für die Yamaha-Piloten mit der 2020er-Version der M1. Nach dem Debakel in Valencia hatten Valentino Rossi, Maverick Vinales und Fabio Quartararo auch in Portimao große Schwierigkeiten.

Während Franco Morbidelli mit der 2019er-Yamaha auf der zweiten Position fuhr und sich auf Kurs zum Vizetitel befand, lagen alle 2020er-Yamahas außerhalb der Top 10. Zur Rennhalbzeit war Quartararo 13. und fuhr direkt vor den Werkspiloten Vinales und Rossi.

Der Lokalmatador kontrolliert den Vorsprung, der Weltmeister scheidet aus

Miguel Oliveira befand sich auf Kurs zum Sieg. Der Portugiese verwaltete seinen Vorsprung von vier Sekunden. Offen war, wer Zweiter und wer Dritter wird. Morbidelli lag weiterhin auf der zweiten Position, doch Miller ließ sich nicht abschütteln.

Weltmeister Joan Mir steuerte nach 15 Runden die Suzuki-Box an. Offensichtlich gab es an der Maschine des neuen Weltmeisters ein Problem. Noch im Laufe des Rennens wurde berichtet, dass die Elektronik der Suzuki nicht korrekt funktionierte.

Mir fuhr vor seinem Ausfall auf der 16. Position außerhalb der Punkteränge. Und auch für Suzuki-Teamkollege Alex Rins lief das Rennen nicht nach Plan. Der Spanier rutschte im finalen Renndrittel aus den Top 10 und wurde von Runde zu Runde weiter nach hinten durchgereicht.

Spannendes Duell um Platz zwei

Franco Morbidelli und Jack Miller rückten in der Schlussphase näher zusammen. Noch spannender ging es in der Gruppe um Platz fünf zu. Pol Espargaro hatte sich bereits von seinen Verfolgern gelöst. Dahinter zeigte Andrea Dovizioso (Ducati) einige starke Manöver und übernahm die fünfte Position von Cal Crutchlow.

Nur noch zwei Zehntelsekunden trennten Morbidelli und Miller vier Runden vor Rennende. Der Sieg von Oliveira war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der Tech-3-Pilot sicherte sich seinen zweiten MotoGP-Laufsieg und verabschiedete sich stilgerecht vom KTM-Kundenteam.

Das Duell um Platz zwei wurde erst in der letzten Runde entschieden. Miller zog in der Schlussrunde an Morbidelli vorbei und wurde Zweiter. Morbidelli kam 0,105 Sekunden hinter Miller ins Ziel und wurde Dritter. Damit sicherte sich Morbidelli den Vizetitel.

Stefan Bradl mit bestem Saisonergebnis

Pol Espargaro wurde beim KTM-Abschied Vierter. Platz fünf ging an Takaaki Nakagami (LCR-Honda), der sich mit einer starken Schlussphase noch gegen Ducati-Pilot Andrea Dovizioso durchsetzte. Stefan Bradl holte sein bestes Saisonergebnis und wurde Siebter. Aleix Espargaro (Aprilia), Alex Marquez (Honda) und Johann Zarco (Avintia-Ducati) komplettierten die Top 10.

Maverick Vinales setzte sich beim Saisonfinale knapp gegen Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi durch. Keiner der 2020er-Yamaha-Piloten kam in die Top 10. Vinales wurde Elfter, Rossi Zwölfter. Und auch Fabio Quartararo enttäuschte. Der Franzose wurde nur als 14. gewertet. In der WM-Wertung rutschte der dreimalige Saisonsieger auf die achte Position ab.

Cal Crutchlow verabschiedete sich mit einen 13. Platz aus der MotoGP. Der Brite verlor in der Schlussphase viele Positionen. Der finale Punkt ging an Suzuki-Pilot Alex Rins, der im finalen Renndrittel ebenfalls große Probleme bekam.

Danilo Petrucci ging beim Ducati-Abschiedsrennen leer aus und kam nur auf Position 16 ins Ziel. Mika Kallio (Tech-3-KTM) wurde 17., Tito Rabat (Avintia-Ducati) kam mit 48 Sekunden Rückstand als 18. und Letzter ins Ziel. Lorenzo Savadori (Aprilia) schied nach 22 Runden aus.

Motorsport-Total.com

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