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Weltmeisterlicher Sieg in Doha

Trotz Pech im Qualifying: Auch beim Abschlussrennnen der Saison zeigte sich das Yamaha Austria Racing Team in bestechender Form.

Steve Martin erwies sich als der Schnellste im gesamten Teilnehmerfeld, aber ausgerechnet in der Superpole, wo es um die Startaufstellung ging, hatte der Australier Pech. Ein Problem mit dem Hinterreifen kostete eine gute Rundenzeit.

Doch Teamchef Mandy Kainz ließ sich von neunten Startplatz nicht entmutigen: "Natürlich wären wir gerne ganz vorne gestanden, Steve hätte es sich verdient. Aber bei einem Achtstunderennen darf man den Startplatz nicht überbewerten."

Kainz sollte mit seiner Einschätzung recht behalten, denn Startfahrer Gwen Giabbani holte sich nach einem Traumstart bereits in der ersten Kurve (!) die Führung. Ab diesem Zeitpunkt gab es für die Truppe aus Heimschuh in der Steiermark keine Gegner mehr.

Sowohl auf der Piste als auch in der Box war Yamaha Austria Racing an diesem Wochenende nicht zu schlagen. Mit fast zwei Runden Vorsprung gewannen Steve Martin, Igor Jerman und Gwen Giabbani heuer das vierte von sechs Rennen und erwiesen sich als würdige Weltmeister.

"Mit unserem Sieg konnten wir für Yamaha auch noch die Weltmeisterschaft der Hersteller gewinnen", freute sich Mandy Kainz, "Damit gingen in diesem Jahr alle wichtigen Titel an Yamaha Motors."

Saiger am Stockerl, YART 2 im Pech

Für Horst Saiger und das Schweizer Bolliger-Team ging es noch um einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung. Im Training musste Saiger einmal zu Boden, im Rennen lieferte die gesamte Crew ohne jegliches Problem eine gute Vorstellung ab.

Das bedeutete für die Kawasaki-Mannschaft im Ziel dann Platz 3 hinter dem Yamaha-Team Phase One Endurance. Insgesamt freut sich der einzige österreichische Fixstarter in der WM damit über den 3. Platz!

Das zweite Team von Yamaha Austria mit den drei Erstplatzierten aus dem österreichischen Yamaha-R6-Dunlop-Cup lieferte in Doha eine gute Leistung ab, die aber nicht belohnt wurde.

Eine Zeit lang mischten die Steirer Herbert Kemmer und Othmar Oswald in den Top-10 kräftig mit, doch nach einem heftigen Sturz von Oswald war an eine Weiterfahrt nicht zu denken.

Bereits im Training hatte sich der dritte Fahrer der Crew, der Oberösterreicher Jarno Zemsauer, bei einem Sturz einen Schlüsselbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Rennergebnis nach 8 Stunden:

1. Yamaha Austria Racing (Österreich), 226 Runden
2. Phase One Endurance (Grossbritannien), 225 Runden
3. Bolliger Team Switzerland (Schweiz), 224 Runden
4. 18 Sapeurs-Pompiers (Frankreich), 223 Runden
5. Qatar Endurance Racing (Qatar), 220 Runden

WM-Endstand nach sechs Rennen:

1. Yamaha Austria Racing, Yamaha YZF-R1, 145 Punkte
2. 18 Sapeur-Pompiers, Suzuki GSXR-1000, 73 Punkte
3. Bolliger Team Switzerland, Kawasaki ZX10R, 71 Punkte
4. RT Racing Motovirus, Suzuki GSXR-1000, 70 Punkte
5. Suzuki Endurance Racing, Suzuki GSXR-1000, 57 Punkte

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